Warum springt die Sicherung heraus, sobald der Durchlauferhitzer eingeschaltet wird?
Wenn die Sicherung (oder der FI-Schutzschalter) sofort herausspringt, sobald der Durchlauferhitzer aktiviert wird, liegt ein technischer Defekt vor. Da Durchlauferhitzer mit Starkstrom (400V) arbeiten, ist hier Vorsicht geboten.
Hier sind die häufigsten Ursachen, unterteilt nach der Art des Schalters, der auslöst:
1. Der Leitungsschutzschalter (die normale "Sicherung") springt raus
Dies deutet meist auf einen Kurzschluss oder eine massive Überlastung hin.
- Defekte Heizstäbe/Heizwendel: Das ist die häufigste Ursache. Durch Verkalkung oder Materialermüdung kann die Isolierung des Heizelements im Inneren brechen. Das Wasser kommt direkt mit dem Strom in Kontakt, was einen Kurzschluss auslöst.
- Kurzschluss in der Elektronik: Moderne Durchlauferhitzer haben Steuerplatinen. Wenn hier ein Bauteil durchbrennt, fließen zu hohe Ströme.
- Lose oder verschmorte Kontakte: An den Anschlussklemmen im Gerät oder in der Verteilerdose können sich durch die hohen Ströme Kontakte lockern. Es entsteht Hitze, die Isolierung schmilzt, und es kommt zum Kurzschluss.
- Falsche Absicherung: Falls das Gerät neu installiert wurde: Die Sicherung ist zu schwach für die Leistung des Geräts (z. B. ein 24-kW-Gerät an einer Sicherung für 18 kW).
2. Der FI-Schutzschalter (RCD) springt raus
Der FI-Schalter löst aus, wenn ein Fehlerstrom fließt – also Strom über das Wasser oder das Gehäuse zur Erde abfließt, anstatt durch die Leitung zurück.
- Isolationsfehler: Ein winziger Riss im Heizelement führt dazu, dass Strom ins Wasser „leckt“. Das erkennt der FI-Schalter sofort und schaltet ab, um Sie vor einem Stromschlag zu schützen.
- Feuchtigkeit im Gerät: Wenn der Durchlauferhitzer innerlich leicht undicht ist (z. B. eine defekte Dichtung), kann Wasser auf stromführende Teile oder die Platine tropfen.
- Kriechströme durch extreme Verkalkung: Starke Kalkablagerungen können in Verbindung mit Feuchtigkeit Kriechströme verursachen.
3. Was können Sie tun?
- Nicht wieder einschalten: Versuchen Sie nicht mehrmals hintereinander, die Sicherung wieder reinzudrücken. Wenn ein Kurzschluss vorliegt, kann jeder Versuch das Gerät weiter beschädigen oder sogar einen Kabelbrand in der Wand auslösen.
- Sichtprüfung (nur wenn Sie sich auskennen!): Sie können prüfen, ob es im Bereich des Geräts nach verbranntem Plastik riecht.
- Fachbetrieb rufen: Ein Durchlauferhitzer ist kein Gerät für Heimwerker. Da er mit 400 Volt betrieben wird, besteht Lebensgefahr. Ein Elektriker wird:
- Eine Isolationsmessung durchführen.
- Den Widerstand der Heizwicklungen prüfen.
- Die Zuleitungen auf festen Sitz kontrollieren.
Fazit: Meistens ist das Heizelement durch Kalk oder Alterung defekt. Bei älteren Geräten ist dies oft ein wirtschaftlicher Totalschaden, und ein Austausch des Geräts ist sinnvoller als eine teure Reparatur. Wenn Sie zur Miete wohnen, ist dies übrigens Vermietersache – kontaktieren Sie in diesem Fall sofort die Hausverwaltung.