Warum sollte man Gießkannen im Winter niemals mit Wasser gefüllt im Freien stehen lassen?
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Das hat einen einfachen physikalischen Grund, der als Anomalie des Wassers bekannt ist:
Wasser dehnt sich aus, wenn es gefriert.
Hier sind die Details, warum das für Gießkannen (und andere Gefäße) so gefährlich ist:
- Volumenzunahme: Wenn Wasser zu Eis wird, vergrößert sich sein Volumen um etwa 9 Prozent.
- Enormer Druck: In einem geschlossenen oder beengten Gefäß baut das gefrierende Eis einen extrem hohen Druck auf die Innenwände auf. Da das Eis Platz braucht, drückt es mit gewaltiger Kraft gegen das Material.
- Materialschäden:
- Kunststoffkannen: Das Material wird bei Kälte ohnehin spröde. Der Druck des Eises führt dazu, dass der Kunststoff reißt oder platzt.
- Metallkannen (z. B. Zink): Hier sind oft die Schweißnähte oder Lötstellen die Schwachpunkte. Der Druck drückt die Nähte auseinander, sodass die Kanne undicht wird. Oft verformt sich auch der Boden nach außen, sodass die Kanne nicht mehr sicher steht.
- Keramikkannen: Diese platzen meist komplett in mehrere Teile.
Zusätzliches Problem: Die Tülle Besonders gefährdet ist das schmale Rohr (die Tülle) der Gießkanne. Dort gefriert das Wasser meist zuerst. Wenn das restliche Wasser im Hauptbauch der Kanne dann gefriert, kann der Druck nicht mehr nach oben entweichen, weil die Tülle "verstopft" ist. Die Kanne platzt dann an der schwächsten Stelle.
Tipps für den Winter:
- Vollständig entleeren: Nicht nur ausschütten, sondern auch kurz auf den Kopf stellen, damit das Restwasser aus der Tülle läuft.
- Kopfüber lagern: So kann sich auch durch Regen oder schmelzenden Schnee kein neues Wasser in der Kanne sammeln.
- Frostfrei lagern: Am besten im Keller, in der Garage oder im Gartenhaus unterbringen.