Warum schwankt die Wassertemperatur bei der Nutzung eines Durchlauferhitzers?

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Schwankende Wassertemperaturen bei einem Durchlauferhitzer sind ein häufiges Problem. Die Ursachen können technischer Natur sein (Art des Geräts), an der Installation liegen oder durch äußere Faktoren beeinflusst werden.

Hier sind die Hauptgründe im Detail:

1. Hydraulischer vs. elektronischer Durchlauferhitzer (Der wichtigste Faktor)

Dies ist die häufigste Ursache in älteren Wohnungen.

  • Hydraulische Geräte: Diese regeln die Temperatur über den Wasserdruck. Wenn du den Wasserhahn nur leicht öffnest, schaltet das Gerät gar nicht erst ein. Wenn jemand anderes im Haus Wasser verbraucht (z. B. Toilettenspülung), sinkt der Leitungsdruck. Das Gerät registriert den Druckabfall und schaltet eine Heizstufe ab oder ganz aus. Das Ergebnis: Das Wasser wird plötzlich eiskalt oder kochend heiß.
  • Elektronische Geräte: Moderne Geräte gleichen Druckschwankungen aktiv aus. Wenn es hier schwankt, liegt meist ein Defekt oder ein Problem mit der Durchflussmenge vor.

2. Druckschwankungen im Leitungssystem

Wenn gleichzeitig an einer anderen Stelle im Haus Wasser entnommen wird (Waschmaschine, Spülmaschine, WC), ändert sich die Menge an Kaltwasser, die am Durchlauferhitzer ankommt.

  • Bei hydraulischen Geräten führt das sofort zum Abschalten der Heizstufen.
  • Selbst bei elektronischen Geräten kann es zu Schwankungen kommen, wenn die Kaltwasserzufuhr so stark einbricht, dass die Mindestmenge für das Gerät unterschritten wird.

3. Falsches Mischverhältnis an der Armatur

Viele Menschen begehen den Fehler, den Durchlauferhitzer auf eine hohe Temperatur (z. B. 60 °C) zu stellen und dann an der Duscharmatur viel kaltes Wasser beizumischen.

  • Dadurch fließt weniger heißes Wasser durch den Durchlauferhitzer.
  • Sinkt der Durchfluss unter die Einschaltgrenze (Mindestdurchflussmenge), schaltet sich das Gerät mitten beim Duschen ab. Das Wasser wird kalt. Erst wenn man das kalte Wasser zudreht und nur „Heiß“ wählt, springt er wieder an.
  • Lösung: Die Temperatur direkt am Durchlauferhitzer so einstellen, dass man kaum oder gar kein kaltes Wasser mehr zumischen muss (z. B. auf 38 °C oder 42 °C).

4. Verkalkung

Durchlauferhitzer, besonders ältere Modelle mit Heizblock, können verkalken.

  • Kalk wirkt wie eine Isolierschicht auf den Heizelementen. Die Wärme kann nicht mehr gleichmäßig an das Wasser abgegeben werden.
  • Zudem verengen Kalkablagerungen die Leitungen im Gerät, was den Wasserdruck mindert und die Sensoren des Geräts verwirrt.

5. Verschmutzte Perlatoren oder Duschköpfe

Wenn das Sieb am Wasserhahn (Perlator) oder der Duschkopf verkalkt ist, sinkt der Wasserdurchfluss.

  • Ist der Widerstand zu groß, unterschreitet die Durchflussmenge die kritische Grenze des Durchlauferhitzers. Er taktet dann (schaltet ständig an und aus), was zu einem Wechselbad führt.
  • Tipp: Verwende keine "Spar-Duschköpfe" bei hydraulischen Durchlauferhitzern. Diese reduzieren den Durchfluss oft so stark, dass das Gerät nicht mehr stabil läuft.

6. Überlastung (im Winter)

Im Winter ist das Zulaufwasser aus der Leitung deutlich kälter (ca. 5 °C statt 15 °C im Sommer).

  • Wenn der Durchlauferhitzer eine zu geringe Leistung (kW) hat, schafft er es nicht, das eiskalte Wasser bei vollem Durchfluss auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen. Die Temperatur schwankt dann, je nachdem, wie weit du den Hahn aufdrehst.

Was kannst du tun?

  1. Duschkopf und Siebe entkalken: Oft löst das schon das Problem.
  2. Temperatur am Gerät senken: Stell den Durchlauferhitzer auf deine Wunsch-Duschtemperatur (ca. 38–40 Grad) und öffne in der Dusche nur den Warmwasserhahn voll.
  3. Fachmann rufen: Wenn ein elektronisches Gerät schwankt, könnte ein Sensor (z. B. der Durchfluss-Sensor) defekt sein.
  4. Upgrade: Falls du noch ein altes hydraulisches Gerät hast, lohnt sich der Austausch gegen ein voll-elektronisches Modell. Das spart nicht nur Nerven, sondern auch bis zu 20 % Energiekosten.
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