Warum können Verunreinigungen im Feuerzeuggas die Düsen von Sturmfeuerzeugen verstopfen?

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Das Verstopfen der Düsen bei Sturmfeuerzeugen (Jet-Flames) durch minderwertiges Gas ist ein häufiges Problem. Um zu verstehen, warum das passiert, muss man sich die Funktionsweise dieser Feuerzeuge und die chemische Zusammensetzung des Gases ansehen.

Hier sind die Hauptgründe:

1. Extrem feine Düsenöffnungen

Im Gegensatz zu herkömmlichen Stein-Feuerzeugen mit weicher Flamme arbeiten Sturmfeuerzeuge mit einem hohen Druck und einer sehr feinen Mikrodüse. Diese Düse ist oft kaum dicker als ein menschliches Haar. Schon kleinste Partikel oder Ablagerungen reichen aus, um den Gasfluss zu stören oder komplett zu blockieren.

2. Rückstände von Ölen und schweren Kohlenwasserstoffen

Feuerzeuggas (Butan) wird aus Erdöl gewonnen. Wenn es nicht mehrfach gefiltert und gereinigt wird („hochgereinigtes Butan“), enthält es noch winzige Mengen an:

  • Ölen und Fetten
  • Längerkettigen Kohlenwasserstoffen (Paraffinen)
  • Aerosolen

Diese Stoffe sind im flüssigen Zustand im Tank gelöst. Wenn das Gas jedoch an der Düse austritt, geschieht Folgendes:

3. Der Effekt der Verdampfungskälte

Wenn das flüssige Butan am Düsenausgang in den gasförmigen Zustand übergeht, entsteht durch die schnelle Ausdehnung Kälte (der sogenannte Joule-Thomson-Effekt).

  • Durch diese Abkühlung werden die im Gas enthaltenen Verunreinigungen (wie Öle oder Wachse) zähflüssig oder fest.
  • Diese klebrigen Rückstände setzen sich direkt an der winzigen Düsenöffnung ab.
  • Mit der Zeit „verharzt“ die Düse regelrecht.

4. Partikel und Sedimente

In billigem Gas können sich auch winzige feste Schmutzpartikel befinden, die während des Abfüllprozesses oder durch minderwertige Kanister in das Gas gelangt sind. Da Sturmfeuerzeuge keine nennenswerten Filter vor der Düse haben, gelangen diese Partikel direkt in den engsten Kanal und verstopfen ihn mechanisch.

5. Luftblasen und unregelmäßiger Druck

Verunreinigungen können auch die Oberflächenspannung des flüssigen Gases verändern, was zu unregelmäßiger Verdampfung führt. Dies äußert sich in einer flackernden Flamme, bevor die Düse schließlich ganz dicht ist.


Wie kann man das verhindern?

  1. Hochgereinigtes Gas verwenden: Achten Sie auf Bezeichnungen wie „Near Zero Impurities“, „99,9% pure“ oder „Triple Refined“ (dreifach gereinigt). Bekannte Marken für Jet-Feuerzeuge sind z. B. Colibri, Newport oder Vector.
  2. Feuerzeug entlüften: Vor dem Nachfüllen sollte man den restlichen Druck und die alte Luft aus dem Tank lassen (mit einem spitzen Gegenstand auf das Füllventil drücken). Das verhindert, dass Luftpolster den Druck im System stören.
  3. Düse reinigen: Wenn das Feuerzeug bereits Probleme macht, hilft manchmal ein kurzer Stoß Druckluft, um oberflächliche Partikel von der Düse wegzublasen.

Zusammenfassend: Es ist nicht das Butan selbst, das verstopft, sondern die darin gelösten „Beiprodukte“, die beim Verdampfen an der extrem engen Düse fest werden und wie ein Pfropfen wirken.