Warum ist die Dosierung bei einem Deospray schwieriger zu kontrollieren als bei einem Deostift?

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Die Schwierigkeit, ein Deospray im Vergleich zu einem Deostift (oder Roll-on) zu dosieren, liegt in der physikalischen Beschaffenheit und der Art der Anwendung.

Hier sind die Hauptgründe, warum die Dosierung beim Spray ungenauer ist:

1. Der Sprühnebel (Streuverlust)

Ein Deospray zerstäubt die Flüssigkeit in winzige Tröpfchen, die einen kegelförmigen Nebel bilden. Dabei landet zwangsläufig ein Teil des Produkts nicht auf der Haut, sondern in der Umgebungsluft.

  • Beim Stick: Du trägst das Produkt direkt von Oberfläche zu Oberfläche auf. Wo der Stick die Haut berührt, landet das Deo. Es gibt keinen "Verschnitt".

2. Abhängigkeit vom Abstand

Die Menge, die tatsächlich auf der Haut ankommt, variiert extrem mit dem Abstand.

  • Ist man zu nah dran, konzentriert sich zu viel Flüssigkeit auf einem Punkt (sie kann sogar verlaufen).
  • Ist man zu weit weg, verteilt sich der Nebel so weit, dass kaum noch Wirkstoff die Haut erreicht.
  • Beim Stick: Der Abstand ist immer Null, was die Variable "Entfernung" eliminiert.

3. Zeitfaktor vs. mechanischer Abrieb

Beim Spray dosierst du über die Zeit, in der du den Sprühkopf gedrückt hältst. Da der Ausstoß sehr schnell erfolgt, machen Bruchteile einer Sekunde bereits einen großen Unterschied in der Menge aus.

  • Beim Stick: Du dosierst über die Bewegung (den mechanischen Abrieb). Das menschliche Gefühl für eine gefahrene Strecke auf der Haut ist deutlich präziser als das Gefühl für die Dauer eines Knopfdrucks im Millisekundenbereich.

4. Einflüsse der Umgebung

Luftzüge oder Bewegungen im Raum können den feinen Sprühnebel ablenken. Schon ein leichtes Saugzug-Gefühl im Badezimmer sorgt dafür, dass ein Teil der Dosis buchstäblich "verweht". Ein Deostift ist gegen Luftbewegungen völlig immun.

5. Unsichtbarkeit der Menge

Bei einem Stick spürst du haptisch (durch den Widerstand und die Kühle des Materials) sehr genau, wie dick die Schicht ist, die du gerade aufträgst.

  • Beim Spray ist die Schicht oft so fein und flüchtig, dass man dazu neigt, "zur Sicherheit" noch einmal nachzusprühen, weil man sich nicht sicher ist, ob genug Wirkstoff angekommen ist.

6. Treibmittel vs. Wirkstoff

Ein großer Teil dessen, was aus der Dose kommt, ist Treibgas (bei Aerosolen). Da man nicht sieht, wie viel Gramm reiner Wirkstoff pro Sekunde austritt, ist die Kontrolle schwierig. Ein Stick besteht fast zu 100 % aus dem Produkt, das auf die Haut soll.

Fazit: Der Deostift ist ein Kontakt-Präzisionswerkzeug, während das Deospray ein Verteilungssystem ist, das auf Fläche statt auf exakte Menge ausgelegt ist.