Warum ist die korrekte Dosierung entscheidend für den Erfolg der Händedesinfektion?

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Die korrekte Dosierung ist bei der Händedesinfektion der entscheidende Faktor, da sie die Basis für die Wirksamkeit des gesamten Prozesses bildet. Man kann die beste Technik anwenden, aber wenn die Menge des Desinfektionsmittels nicht stimmt, bleibt die Desinfektion lückenhaft.

Hier sind die Hauptgründe, warum die Dosierung so wichtig ist:

1. Vollständige Benetzung (Lückenlose Abdeckung)

Damit ein Desinfektionsmittel wirken kann, muss es alle Hautareale der Hände erreichen. Die Hände haben eine komplexe Oberfläche mit Falten, Fingerzwischenräumen, Nagelfalzen und Fingerkuppen.

  • Zu geringe Menge: Es entstehen sogenannte „Benetzungslücken“. Bereiche, die trocken bleiben, werden nicht desinfiziert. Keime überleben dort und können sofort wieder weiterverbreitet werden.
  • Richtwert: In der Regel werden 3 ml (ca. zwei bis drei Hübe aus einem Standardspender) benötigt, um beide Hände bei einem durchschnittlichen Erwachsenen vollständig zu benetzen.

2. Einhaltung der Einwirkzeit

Die chemischen Wirkstoffe im Desinfektionsmittel benötigen eine gewisse Zeit (standardmäßig 30 Sekunden), um Bakterien, Viren und Pilze abzutöten oder zu inaktivieren.

  • Das Desinfektionsmittel wirkt nur, solange die Haut feucht ist.
  • Wird zu wenig Mittel verwendet, verdunstet der Alkohol vorzeitig durch die Körperwärme und die Reibung. Die erforderliche Einwirkzeit wird unterschritten, und die Keimreduktion ist unzureichend.

3. Wirksamkeit gegen resistente Erreger

Einige Erreger sind widerstandsfähiger als andere (z. B. unbehüllte Viren oder bestimmte Bakterien). Eine zu geringe Dosierung führt dazu, dass die Konzentration des Wirkstoffs auf der Haut schnell absinkt. Nur bei einer ausreichend hohen und lange einwirkenden „Wirkstoffwolke“ auf der Hand können auch hartnäckige Keime sicher eliminiert werden.

4. Die „Hohle Hand“-Regel

Experten und Organisationen wie die WHO oder das Robert Koch-Institut (RKI) empfehlen die „Hohle-Hand-Methode“: Man sollte so viel Desinfektionsmittel entnehmen, dass die Handfläche wie eine kleine Schale gefüllt ist. Nur so ist gewährleistet, dass genug Flüssigkeit vorhanden ist, um sie über die gesamte Dauer der Einreibemethode feucht zu halten.

5. Hautpflege-Effekt

Moderne Händedesinfektionsmittel enthalten Rückfetter, die die Haut vor dem Austrocknen schützen. Eine korrekte Dosierung stellt sicher, dass diese Pflegestoffe gleichmäßig verteilt werden. Werden die Hände nur unzureichend benetzt, leidet langfristig die Hautbarriere, was wiederum dazu führen kann, dass sich Keime in Hautrissen besser festsetzen können.

Zusammenfassung

Die korrekte Dosierung stellt sicher, dass:

  1. Jeder Millimeter der Haut erreicht wird.
  2. Die Hände für die vollen 30 Sekunden feucht bleiben.
  3. Die Keimlast so weit reduziert wird, dass keine Infektionsgefahr mehr besteht.

Kurzformel für den Erfolg: Genügend Mittel entnehmen (Hohle Hand) + 30 Sekunden lang lückenlos einreiben = Sichere Desinfektion.

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