Warum gehört benutztes Backpapier in den Restmüll und nicht in die Altpapiertonne?
Benutztes Backpapier gehört aus zwei Hauptgründen in den Restmüll und nicht ins Altpapier:
1. Die Beschichtung (Silikon)
Backpapier ist kein reines Papier. Damit es hitzebeständig ist und der Teig nicht daran festklebt, ist es mit einer dünnen Schicht Silikon (oder manchmal Teflon) beschichtet.
- Das Problem: Diese Beschichtung lässt sich beim Recyclingprozess in der Papierfabrik nicht vom Papier lösen. Altpapier wird in Wasser eingeweicht, um die Fasern zu trennen. Die wasserabweisende Silikonschicht verhindert diesen Prozess jedoch. Das Backpapier würde als „Störstoff“ aussortiert werden oder die Qualität des recycelten Papiers mindern.
2. Verschmutzungen
Backpapier wird meist benutzt und ist danach mit Fett, Speiseresten oder verbrannten Rückständen behaftet.
- Das Problem: Stark verschmutztes oder fettiges Papier darf generell nicht ins Altpapier, da Fett die Papierfasern schädigt und den Recyclingprozess stört.
Warum darf es nicht in den Biomüll?
Obwohl es „Papier“ heißt, ist das Silikon nicht biologisch abbaubar. Es würde sich in der Kompostieranlage nicht zersetzen und als Mikroplastik oder Rückstand im fertigen Kompost landen.
Zusammenfassung
Aufgrund der chemischen Beschichtung ist Backpapier ein klassischer Verbundstoff, der energetisch verwertet (also verbrannt) werden muss.
Tipp für die Umwelt: Wenn du Müll vermeiden möchtest, kannst du auf Dauerbackmatten aus Silikon oder Glasfaser setzen, die man hunderte Male abwaschen und wiederverwenden kann. Auch das einfache Einfetten des Backblechs (wie früher) ist eine umweltfreundliche Alternative.