Warum erkennt die Geldzählmaschine echte Banknoten fälschlicherweise als Falschgeld?

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Dass eine Geldzählmaschine echte Banknoten als Falschgeld (oder "verdächtig") aussortiert, ist ein häufiges Problem. Dies wird oft als "False Positive" bezeichnet. Es gibt dafür verschiedene technische und mechanische Gründe:

1. Verschmutzte Sensoren (Häufigste Ursache)

Geld ist schmutzig. Beim Zählen reiben sich Staub, Hautfett und kleinste Partikel der Druckfarbe ab. Dieser "Geldstaub" setzt sich auf den hochempfindlichen Sensoren (UV-, Infrarot-, Magnet- oder Farbsensoren) fest.

  • Folge: Die Sensoren können die Sicherheitsmerkmale nicht mehr korrekt lesen und schlagen Alarm.
  • Lösung: Sensoren vorsichtig mit einem weichen Pinsel, Druckluftspray oder einem Mikrofasertuch reinigen.

2. Zustand der Banknoten

Echte Banknoten verändern sich im Umlauf:

  • Verschmutzung/Fett: Ein stark verschmutzter Geldschein reflektiert Licht anders.
  • Gewaschene Geldscheine: Wenn ein Schein versehentlich in der Waschmaschine landet, verändern chemische Rückstände im Waschmittel (optische Aufheller) das Fluoreszenzverhalten. Die Maschine denkt dann, es sei falsches Papier, weil es unter UV-Licht hell leuchtet.
  • Knicke und Risse: Eselsohren oder Klebestreifen verändern die Abmessungen oder die Dicke des Scheins, was die Sensoren für die Formatprüfung (3D-Prüfung) irritiert.

3. Falsche Einstellungen oder zu hohe Sensibilität

Die meisten Maschinen lassen sich kalibrieren. Wenn die Empfindlichkeit (Sensitivity) der Sensoren zu hoch eingestellt ist, werden selbst kleinste Abweichungen von der "perfekten" Banknote als Fehler gewertet.

  • Lösung: In den Einstellungen die Empfindlichkeit für UV, MG (Magnetismus) oder IR etwas anpassen (sofern vom Hersteller vorgesehen).

4. Veraltete Software (Firmware)

Zentralbanken (wie die EZB) bringen regelmäßig neue Serien oder leicht veränderte Varianten von Banknoten heraus.

  • Folge: Wenn die Software der Maschine alt ist, erkennt sie die neuen Sicherheitsmerkmale oder leicht veränderte Farben/Magnetstreifen nicht als echt an.
  • Lösung: Ein Firmware-Update beim Hersteller durchführen.

5. Statische Aufladung oder falsches Einlegen

  • Statik: Besonders bei neuen, glatten Scheinen oder trockener Raumluft können Scheine aneinanderhaften. Die Maschine erkennt dann zwei Scheine als einen (Dickenprüfung) und gibt eine Fehlermeldung aus.
  • Schiefes Einziehen: Wenn die Scheine nicht bündig oder schräg eingezogen werden, stimmen die gemessenen Maße nicht mit den hinterlegten Werten überein.

6. Mechanischer Verschleiß

Die Transportrollen der Maschine nutzen sich mit der Zeit ab. Wenn der Transport nicht mehr gleichmäßig erfolgt, "flattert" der Geldschein an den Sensoren vorbei, was zu Fehlmessungen führt.


Was können Sie tun?

  1. Reinigen: Reinigen Sie die Sensoren und Rollen.
  2. Auffächern: Fächern Sie den Geldstapel vor dem Einlegen gut durch, um statische Aufladung zu lösen und die Scheine zu trennen.
  3. Anderer Einzug: Legen Sie den betroffenen Schein einmal andersherum (Vorderseite/Rückseite getauscht) ein.
  4. Update: Prüfen Sie, ob es für Ihr Modell ein Software-Update gibt.

Hinweis: Wenn eine Maschine einen Schein mehrfach ablehnt, obwohl er gereinigt und korrekt eingelegt wurde, sollten Sie den Schein manuell prüfen (Fühlen-Sehen-Kippen), um sicherzugehen, dass es sich nicht doch um eine hochwertige Fälschung handelt.

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