Verliert eine digitale Zeitschaltuhr bei einem Stromausfall ihre gespeicherten Einstellungen?
Die kurze Antwort lautet: In der Regel nein, moderne digitale Zeitschaltuhren behalten ihre Einstellungen.
Es kommt jedoch auf die technische Ausstattung des jeweiligen Modells an. Hier sind die Details:
1. Die Gangreserve (Der Standard)
Die meisten digitalen Zeitschaltuhren verfügen über eine sogenannte Gangreserve. Das bedeutet, dass im Inneren ein kleiner Akku oder eine Batterie (meist eine Knopfzelle) verbaut ist.
- Was passiert: Bei einem Stromausfall übernimmt dieser interne Speicher die Stromversorgung für die Uhrzeit und die programmierten Schaltzeiten.
- Dauer: Je nach Modell hält diese Reserve zwischen 100 Stunden und mehreren Jahren.
- Wichtig: Viele neue Geräte müssen nach dem Kauf erst einmal für einige Stunden in der Steckdose stecken, damit sich der interne Akku aufladen kann, bevor die Gangreserve funktioniert.
2. Speicherung ohne Batterie (EEPROM)
Manche Geräte speichern die Schaltzeiten (also die Programme) in einem nicht-flüchtigen Speicher (EEPROM).
- Der Vorteil: Die Programme (z. B. "An um 18:00 Uhr") bleiben selbst dann erhalten, wenn der interne Akku nach Jahren komplett leer ist.
- Das Problem: Die aktuelle Uhrzeit geht ohne Pufferung dennoch verloren. Die Uhr müsste nach dem Stromausfall also neu gestellt werden, damit die Programme zur richtigen Zeit ausgeführt werden.
3. Wann gehen die Daten verloren?
Es gibt drei Szenarien, in denen die Einstellungen verschwinden:
- Billigmodelle: Sehr einfache oder alte digitale Uhren haben manchmal gar keine Pufferung. Hier ist nach wenigen Sekunden ohne Strom alles gelöscht.
- Defekter/Alter Akku: Wenn die Zeitschaltuhr viele Jahre alt ist, kann der interne Akku seine Kapazität verlieren. Bei einem Stromausfall reicht die Energie dann nicht mehr aus.
- Lange Lagerung: Wenn die Uhr monatelang nicht in der Steckdose steckte, entlädt sich der interne Akku vollständig.
Vergleich mit mechanischen Zeitschaltuhren
Im Gegensatz zu digitalen Uhren haben mechanische Zeitschaltuhren (die mit dem drehbaren Ring und den kleinen Stiften) meist keine Gangreserve. Wenn der Strom für eine Stunde ausfällt, bleibt die Uhr einfach stehen. Sobald der Strom wieder da ist, geht die Uhr genau um diese Stunde nach.
Tipp: Wenn Sie eine neue Zeitschaltuhr kaufen, achten Sie auf den Begriff "Gangreserve" in der Produktbeschreibung. Das garantiert Ihnen, dass die Einstellungen bei einem Stromausfall oder beim Umstecken erhalten bleiben.