Sind spezielle Schaumbäder für die empfindliche Haut von Kindern erhältlich?

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Ja, es gibt eine große Auswahl an speziellen Schaumbädern, die explizit für die empfindliche Haut von Kindern entwickelt wurden. Da Kinderhaut dünner ist als die von Erwachsenen und die natürliche Schutzbarriere noch nicht voll entwickelt ist, benötigen sie Produkte, die besonders mild sind.

Hier ist ein Überblick, worauf du achten solltest und welche Optionen es gibt:

1. Woran erkennt man ein gutes Schaumbad für empfindliche Kinderhaut?

Achte beim Kauf auf folgende Kennzeichnungen:

  • pH-hautneutral: Dies hilft, den natürlichen Säureschutzmantel der Haut zu erhalten (Wert liegt bei ca. 5,5).
  • Ohne klassische Seife (seifenfrei): Normale Seife trocknet die Haut stark aus. Kinderprodukte verwenden stattdessen meist milde waschaktive Substanzen (Tenside).
  • Verzicht auf kritische Inhaltsstoffe: Gute Produkte verzichten auf:
    • Künstliche Farbstoffe.
    • Starke Parfümstoffe (oder verwenden nur allergenfreie Düfte).
    • Konservierungsstoffe wie Parabene.
    • Silikone und Mineralöle.

2. Beliebte Marken und Produktreihen

Man kann diese Produkte grob in drei Kategorien einteilen:

  • Drogeriemärkte (preiswert & gut):
    • HiPP Babysanft: Bekannt für sehr gute Verträglichkeit, oft mit Bio-Mandelextrakt.
    • Bübchen: Die "Sensitive"-Reihe ist speziell auf Problemhaut ausgelegt.
    • Babylove (dm) / Babydream (Rossmann): Die "Ultra Sensitive"-Linien sind oft von Allergieverbänden empfohlen und komplett ohne Duftstoffe.
  • Naturkosmetik:
    • Weleda: Nutzt oft Calendula (Ringelblume), die beruhigend auf die Haut wirkt.
    • Logona Kids: Verwendet sehr sanfte, pflanzliche Inhaltsstoffe.
  • Apothekenkosmetik (bei sehr trockener Haut oder Neurodermitis):
    • La Roche-Posay (Lipikar): Spezielle rückfettende Badezusätze.
    • Eucerin (AtopiControl): Sehr mild für extrem empfindliche Haut.

3. Tipps für das Baden von Kindern mit empfindlicher Haut

Selbst mit dem besten Schaumbad solltest du einige Regeln beachten, um die Haut nicht zu strapazieren:

  • Nicht zu heiß: Die Wassertemperatur sollte idealerweise bei ca. 37 °C liegen.
  • Nicht zu lange: 5 bis 10 Minuten reichen völlig aus. Zu langes Baden weicht die Haut auf und entzieht ihr Feuchtigkeit.
  • Wenig Schaum: Auch wenn Kinder Schaumberge lieben – bei sehr trockener Haut gilt: Je weniger Schaum, desto besser. "Ölbäder" sind oft eine hautschonendere Alternative zu Schaumbädern.
  • Tupfen statt Rubbeln: Nach dem Baden die Haut nur sanft mit dem Handtuch abtupfen.
  • Danach eincremen: Bei empfindlicher Haut hilft eine pflegende Lotion nach dem Bad, die Feuchtigkeit einzuschließen.

Fazit: Ja, es gibt sie! Schau im Drogeriemarkt oder in der Apotheke gezielt nach Produkten mit dem Aufdruck "Sensitive", "Ultra Sensitive" oder "für Neurodermitis geeignet". Diese schäumen zwar manchmal etwas weniger als herkömmliche Produkte, sind aber wesentlich sanfter zur Haut.