Sind gebrauchte Papiertaschentücher im Altpapier recycelbar?
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Die kurze Antwort lautet: Nein, gebrauchte Papiertaschentücher dürfen nicht ins Altpapier.
Hier sind die drei Hauptgründe, warum sie stattdessen in den Restmüll gehören:
- Hygiene und Krankheitserreger: Gebrauchte Taschentücher enthalten Sekrete, Bakterien oder Viren. Im Altpapier-Recyclingprozess werden die Papierfasern in Wasser aufgelöst. Krankheitserreger könnten so den Prozess belasten und theoretisch ein Gesundheitsrisiko für die Mitarbeiter in den Sortieranlagen darstellen.
- Nassfestmittel: Papiertaschentücher (genau wie Küchenrolle oder Servietten) sind so hergestellt, dass sie auch in feuchtem Zustand reißfest bleiben. Dafür werden bei der Herstellung sogenannte Nassfestmittel (Harze) hinzugefügt. Diese verhindern, dass sich das Papier im Recycling-Bottich (Pulper) schnell genug auflöst. Die Fasern lassen sich also nur sehr schwer wiederverwerten.
- Verschmutzung: Papier-Recycling funktioniert nur mit sauberem Papier. Durch Körperflüssigkeiten, Speisereste (bei Servietten) oder Fett sind die Fasern verunreinigt und stören den Recyclingprozess von hochwertigem Papier oder Karton.
Wo entsorgt man sie richtig?
- Restmüll: Dies ist der richtige Weg. Der Restmüll wird in Deutschland meist verbrannt, wodurch Krankheitserreger sicher zerstört werden und die Energie thermisch genutzt wird.
- Bio-Tonne? In der Regel nein. Zwar ist Papier biologisch abbaubar, aber wegen der oben genannten Nassfestmittel dauert die Zersetzung in Kompostieranlagen oft zu lange. Zudem möchten viele Kompostwerke keine potenziellen Krankheitserreger aus Taschentüchern in ihrem Dünger haben.
Zusammenfassend: Gebrauchte Taschentücher, Küchenrollen und Servietten gehören immer in die Restmülltonne (graue Tonne).