Sind Erdnüsse botanisch gesehen Nüsse oder Hülsenfrüchte?

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Botanisch gesehen sind Erdnüsse keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte.

Hier sind die Details dazu:

  1. Familie: Die Erdnuss (Arachis hypogaea) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Damit ist sie enger mit Erbsen, Bohnen und Linsen verwandt als mit Walnüssen oder Haselnüssen.
  2. Wachstum: Im Gegensatz zu echten Nüssen, die an Bäumen oder Sträuchern wachsen, wächst die Erdnusspflanze krautig am Boden. Das Besondere: Nach der Befruchtung krümmen sich die Fruchtstiele nach unten und schieben die Fruchtknoten in die Erde, wo die Erdnüsse dann reifen (daher auch der Name „Erd“-nuss).
  3. Die Frucht: Die Schale der Erdnuss entspricht der Hülse einer Bohne, auch wenn sie im trockenen Zustand holzig und stabil ist.

Warum nennen wir sie dann „Nuss“?

Die Bezeichnung stammt aus der kulinarischen und ernährungswissenschaftlichen Verwendung:

  • Inhaltsstoffe: Wie echte Nüsse haben Erdnüsse einen hohen Fett- und Proteingehalt (im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten, die eher stärkereich sind).
  • Geschmack und Textur: In der Küche werden sie aufgrund ihrer Knusprigkeit und ihres Aromas genau wie Nüsse verwendet (als Snack, im Müsli oder als Öl).

Interessanter Fakt: Viele der Lebensmittel, die wir im Alltag als „Nüsse“ bezeichnen, sind botanisch gesehen keine. Die Mandel, die Pistazie, die Cashew und die Kokosnuss sind beispielsweise Steinfrüchte. Echte Nüsse im botanischen Sinne sind unter anderem die Haselnuss, die Esskastanie und die Eichel.