Können die im Eistee enthaltenen Oxalate die Bildung von Nierensteinen begünstigen?

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Ja, der regelmäßige und übermäßige Konsum von Eistee kann das Risiko für die Bildung von Nierensteinen tatsächlich erhöhen.

Hier sind die wichtigsten Gründe und Zusammenhänge:

1. Hoher Oxalatgehalt

Die meisten Eistees basieren auf schwarzem Tee. Schwarzer Tee enthält von Natur aus hohe Konzentrationen an Oxalsäure (Oxalaten). Etwa 75 bis 80 % aller Nierensteine bestehen aus Calciumoxalat. Wenn die Konzentration von Oxalat im Urin zu hoch ist, verbindet es sich mit Calcium und bildet kleine Kristalle, die zu Steinen heranwachsen können.

2. Die Menge macht das Gift

Im Gegensatz zu einer heißen Tasse Tee, die man langsam genießt, wird Eistee oft als Durstlöscher in großen Mengen getrunken – besonders im Sommer. Dadurch nimmt der Körper in kurzer Zeit eine sehr hohe Dosis an Oxalaten auf.

3. Dehydrierung und Konzentration

Viele Menschen trinken Eistee anstatt Wasser. Wenn man jedoch oxalathaltige Getränke zu sich nimmt, ohne ausreichend neutrales Wasser zu trinken, wird der Urin konzentrierter. In konzentriertem Urin fallen Kristalle viel leichter aus als in verdünntem Urin.

4. Der Faktor Zucker

Industriell hergestellter Eistee enthält meistens sehr viel Zucker oder Fruktose-Sirup. Ein hoher Zuckerkonsum kann die Ausscheidung von Calcium über die Nieren erhöhen, was wiederum die Bildung von Calciumoxalat-Steinen begünstigt.

Wie kann man das Risiko senken?

Wenn Sie gerne Eistee trinken, aber Nierensteine vermeiden möchten, helfen folgende Tipps:

  • Maß halten: Eistee eher als Genussmittel und nicht als primären Durstlöscher betrachten.
  • Viel Wasser trinken: Das verdünnt den Urin und senkt die Konzentration der steinbildenden Substanzen.
  • Zitronensaft hinzufügen: Zitronensäure (Citrat) kann die Bildung von Calciumsteinen hemmen, da Citrat das Calcium im Urin bindet, bevor es sich mit Oxalat verbinden kann.
  • Calciumreich essen: Wenn Sie oxalatreiche Lebensmittel oder Getränke zu sich nehmen, hilft gleichzeitig aufgenommenes Calcium (z. B. aus Milchprodukten), das Oxalat bereits im Darm zu binden. So wird es ausgeschieden, bevor es überhaupt in die Nieren gelangt.
  • Alternativen wählen: Kräuter- oder Früchtetees enthalten in der Regel kaum oder gar keine Oxalsäure und sind als Eistee-Basis besser geeignet.

Wichtiger Hinweis: Wenn Sie bereits einmal Nierensteine hatten oder eine entsprechende familiäre Veranlagung besteht, sollten Sie den Konsum von oxalatreichen Getränken wie schwarzem Tee mit Ihrem Arzt besprechen.

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung.

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