Kann Eistee aufgrund seiner Inhaltsstoffe die Bildung von Nierensteinen begünstigen?

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Ja, herkömmlicher Eistee – insbesondere solcher auf Basis von schwarzem Tee – kann die Bildung von Nierensteinen begünstigen.

Hier sind die drei Hauptgründe, warum die Inhaltsstoffe von Eistee problematisch sein können:

1. Hoher Oxalsäuregehalt (Der Hauptfaktor)

Schwarzer Tee, die Basis der meisten Eistees, ist von Natur aus sehr reich an Oxalsäure.

  • Der Prozess: Wenn die Konzentration von Oxalsäure im Urin zu hoch ist, verbindet sie sich mit Kalzium zu Kalziumoxalat. Dies ist der häufigste Bestandteil von Nierensteinen (etwa 75–80 % aller Fälle).
  • Das Problem bei Eistee: Im Gegensatz zu einer Tasse heißem Tee, die man langsam trinkt, wird Eistee oft in großen Mengen als Durstlöscher konsumiert. Dadurch wird dem Körper in kurzer Zeit eine hohe Dosis Oxalsäure zugeführt.

2. Hoher Zuckergehalt

Die meisten kommerziellen Eistees enthalten enorme Mengen an Zucker (oft so viel wie Cola).

  • Kalziumausscheidung: Ein hoher Zuckerkonsum (insbesondere Fruktose) kann dazu führen, dass die Nieren mehr Kalzium ausscheiden. Je mehr Kalzium im Urin landet, desto höher ist das Risiko, dass es mit der Oxalsäure kristallisiert.
  • Harnsäure: Zucker kann auch den Harnsäurespiegel erhöhen, was ebenfalls die Steinbildung fördern kann.

3. Dehydrierung durch falsches Trinkverhalten

Eistee wird oft getrunken, wenn es heiß ist. Wenn man Wasser komplett durch Eistee ersetzt, passiert Folgendes:

  • Der Körper erhält zwar Flüssigkeit, aber gleichzeitig auch die steinbildenden Stoffe (Oxalate).
  • Da man bei Hitze viel schwitzt, wird der Urin konzentrierter. In diesem hochkonzentrierten Urin können die Oxalate viel leichter zu Steinen auskristallisieren.

Was kann man tun, um das Risiko zu senken?

Wenn Sie gerne Eistee trinken, aber Nierensteine vermeiden möchten, helfen folgende Tipps:

  1. Hausgemachter Eistee aus Kräuter- oder Früchtetee: Diese Teesorten enthalten kaum oder gar keine Oxalsäure. Rooibos-Tee ist ebenfalls eine gute, oxalsäurearme Alternative.
  2. Grüner Tee statt schwarzer Tee: Grüner Tee enthält zwar auch Oxalsäure, aber meist etwas weniger als schwarzer Tee.
  3. Wenig Zucker: Bereiten Sie den Tee selbst zu und süßen Sie ihn nur sparsam.
  4. Viel Wasser dazu trinken: Die goldene Regel zur Vorbeugung von Nierensteinen ist die Verdünnung. Trinken Sie zusätzlich immer ausreichend stilles Wasser.
  5. Zitronensaft hinzufügen: Die im Zitronensaft enthaltene Zitronensäure (Zitrat) kann die Bildung von Nierensteinen tatsächlich hemmen, da sie die Bindung von Kalzium und Oxalsäure erschwert.

Fazit: Ein gelegentliches Glas Eistee ist für gesunde Menschen meist unbedenklich. Wer jedoch bereits zu Nierensteinen neigt oder täglich große Mengen industriellen Eistees trinkt, erhöht sein Risiko deutlich.

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Wenn Sie bereits Nierenprobleme haben, sollten Sie Ihre Ernährung mit einem Urologen oder Ernährungsberater besprechen.

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