Kann Reinigungsmilch die Poren verstopfen und zu Unreinheiten führen?

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Die kurze Antwort lautet: Ja, Reinigungsmilch kann unter bestimmten Umständen die Poren verstopfen und zu Unreinheiten führen.

Ob das passiert, hängt jedoch stark von deinem Hauttyp, den Inhaltsstoffen des Produkts und der Art der Anwendung ab. Hier sind die Details:

1. Warum Reinigungsmilch Poren verstopfen kann

Reinigungsmilch ist eine Emulsion aus Wasser und Fetten (Ölen). Im Gegensatz zu Waschgels, die meist auf Tensiden basieren, setzt Reinigungsmilch auf Lipide, um Schmutz und Make-up zu lösen.

  • Rückstände auf der Haut: Viele Reinigungsmilch-Produkte hinterlassen einen leichten Film, der die Haut pflegen und vor dem Austrocknen schützen soll. Bei fettiger oder Mischhaut kann dieser Film jedoch die Poren versiegeln, sodass Talg nicht mehr abfließen kann.
  • Komedogene Inhaltsstoffe: Einige Inhaltsstoffe in Reinigungsmilch (wie bestimmte Mineralöle, Kokosöl, Isopropyl Myristate oder bestimmte Wachse) gelten als „komedogen“ – das heißt, sie fördern die Bildung von Mitessern.

2. Der Hauttyp entscheidet

  • Trockene & sensible Haut: Für diesen Hauttyp ist Reinigungsmilch ideal, da sie die Hautbarriere schont und rückfettend wirkt. Hier ist das Risiko für Unreinheiten eher gering.
  • Fettige & zu Akne neigende Haut: Hier ist Vorsicht geboten. Da diese Hauttypen bereits viel Eigenfett (Talg) produzieren, kann die zusätzliche Fettschicht einer Reinigungsmilch zu viel des Guten sein und Pickel fördern.
  • Mischhaut: Hier kann es passieren, dass die Wangen die Reinigungsmilch lieben, die T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) aber mit Unreinheiten reagiert.

3. Häufiger Fehler: Falsche Anwendung

Oft entstehen Unreinheiten nicht durch das Produkt selbst, sondern weil es nicht gründlich genug entfernt wird. Reinigungsmilch sollte:

  1. Auf die Haut aufgetragen und einmassiert werden.
  2. Gründlich mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden (viele wischen sie nur mit einem Wattepad trocken ab, was Rückstände hinterlässt).
  3. Idealerweise mit einem Gesichtswasser (Toner) nachgereinigt werden, um letzte Reste und Kalkrückstände des Wassers zu entfernen.

4. Tipp: „Double Cleansing“

Wenn du das cremige Gefühl von Reinigungsmilch magst, aber zu Unreinheiten neigst, ist Double Cleansing eine Lösung:

  • Schritt 1: Reinigungsmilch verwenden, um Make-up und Sonnenschutz zu lösen.
  • Schritt 2: Danach ein mildes, wasserbasiertes Waschgel benutzen, um die öligen Rückstände der Reinigungsmilch und den restlichen Schmutz komplett abzuwaschen.

Worauf solltest du beim Kauf achten?

Wenn du zu Unreinheiten neigst, achte auf den Hinweis „nicht komedogen“ (non-comedogenic) auf der Verpackung. Vermeide Produkte mit starkem Parfüm oder aggressiven Alkoholen, falls deine Haut gleichzeitig empfindlich ist.

Fazit: Wenn du merkst, dass du seit der Umstellung auf Reinigungsmilch kleine Unterlagerungen oder Pickel bekommst, ist das Produkt vermutlich zu reichhaltig für dich oder du solltest den Reinigungsschritt mit einem Gel oder Toner ergänzen.

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