Kann die falsche Tagescreme die Poren verstopfen und zu Unreinheiten führen?

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Ja, absolut. Die falsche Tagescreme ist eine der häufigsten Ursachen für verstopfte Poren und Unreinheiten (man spricht hier von „kosmetischer Akne“).

Hier ist die Erklärung, wie das passiert und worauf du achten solltest:

1. Das Prinzip der Komedogenität

Der Fachbegriff für Inhaltsstoffe, die Poren verstopfen, lautet komedogen. Wenn eine Creme zu viele dieser Stoffe enthält, können sie sich wie ein Pfropfen in den Ausgang der Talgdrüse setzen. Der körpereigene Talg kann nicht mehr abfließen, staut sich an und es entstehen:

  • Mitesser (Komedonen): Der Talgpfropf oxidiert an der Luft (schwarz) oder bleibt unter der Haut (weiß).
  • Pickel: Wenn sich in dem gestauten Talg Bakterien vermehren, kommt es zu Entzündungen.

2. Zu reichhaltige Texturen für deinen Hauttyp

Oft ist nicht die Creme an sich „schlecht“, sondern sie passt einfach nicht zu deinem Hauttyp:

  • Fettige Haut / Mischhaut: Wenn du eine Creme für sehr trockene Haut verwendest, enthält diese oft schwere Öle oder Fette (Lipide). Diese bilden einen Film auf der Haut (Okklusion), unter dem die Haut „schwitzt“ und die Poren verstopfen.
  • Das Ergebnis: Glänzende Haut, kleine Unterlagerungen und Unreinheiten.

3. Kritische Inhaltsstoffe

Wenn du zu Unreinheiten neigst, solltest du bei der Liste der Inhaltsstoffe (INCI) vorsichtig sein. Häufige Übeltäter sind:

  • Mineralöle: (z. B. Paraffinum Liquidum, Petrolatum) – sie legen sich wie ein Film auf die Haut.
  • Bestimmte Silikone: (z. B. Dimethicone in hohen Konzentrationen) – können bei manchen Menschen die Poren abdichten.
  • Natürliche Fette: Kokosöl (Coconut Oil) oder Kakaobutter sind stark komedogen.
  • Wachse: Lanolin (Wollwachs) kann ebenfalls problematisch sein.

4. Woran merkst du, dass es die Creme ist?

Es gibt ein paar Anzeichen dafür, dass deine Tagescreme schuld an den Unreinheiten ist:

  1. Zeitlicher Zusammenhang: Die Unreinheiten treten ein paar Tage bis zwei Wochen nach dem Wechsel der Creme auf.
  2. Ort der Unreinheiten: Die Pickel tauchen überall dort auf, wo du die Creme aufträgst (oft auch an Stellen, wo du sonst keine Probleme hast, z. B. Wangen oder Schläfen).
  3. Gefühl: Die Creme zieht nicht richtig ein und hinterlässt einen schweren, klebrigen Film.

Tipps für die richtige Wahl:

  • Achte auf das Label: Suche nach Begriffen wie „nicht komedogen“ (non-comedogenic) oder „ölfrei“.
  • Leichte Texturen: Wenn du zu Unreinheiten neigst, wähle eher ein Gel, ein Fluid oder eine leichte Emulsion statt einer festen Creme.
  • Inhaltsstoffe checken: Es gibt Websites (wie Hautschutzengel oder CodeCheck) oder Apps, bei denen du die Inhaltsstoffe scannen kannst, um zu sehen, wie komedogen sie sind.

Fazit: Wenn du merkst, dass deine Haut mit Unterlagerungen oder Pickeln reagiert, solltest du die Creme absetzen und auf eine leichtere, feuchtigkeitsbasierte Pflege (z. B. mit Hyaluronsäure oder Niacinamiden) umsteigen.