Können Gesichtspeelings bei Akne oder Unreinheiten helfen?

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Ja, Gesichtspeelings können bei Akne und Unreinheiten sehr effektiv sein – aber nur, wenn man das richtige Peeling wählt. Bei falscher Anwendung oder dem falschen Produkt kann sich das Hautbild sogar verschlechtern.

Hier ist ein Überblick, wie Peelings helfen und worauf du achten solltest:

1. Wie helfen Peelings gegen Unreinheiten?

Unreinheiten entstehen meist durch eine Überproduktion von Talg und eine Verhornungsstörung der Haut. Abgestorbene Hautschüppchen verstopfen die Poren, der Talg kann nicht abfließen, und es bilden sich Mitesser oder entzündliche Pickel. Ein Peeling:

  • Entfernt abgestorbene Hautzellen.
  • Befreit verstopfte Poren.
  • Regt die Zellerneuerung an.
  • Hilft dabei, dass Wirkstoffe aus Cremes besser in die Haut einziehen können.

2. Die verschiedenen Arten von Peelings

Man unterscheidet grundsätzlich drei Arten, wobei für Akne-Haut nicht alle geeignet sind:

A. Chemische Peelings (Säurepeelings) – Die beste Wahl

Für zu Akne neigende Haut sind chemische Peelings meist am effektivsten, da sie ohne Reibung arbeiten.

  • BHA (Salicylsäure): Der Goldstandard bei Akne. BHA ist fettlöslich und dringt tief in die Poren ein, um sie von innen zu reinigen. Es wirkt zudem entzündungshemmend und beruhigend.
  • AHA (Fruchtsäuren wie Glykolsäure oder Milchsäure): Sie wirken eher an der Oberfläche. Sie helfen gut gegen Pickelmale (Verfärbungen) und verfeinern das Hautbild, sind aber bei tiefsitzenden Unreinheiten weniger effektiv als BHA.

B. Enzympeelings – Die sanfte Alternative

Diese Peelings spalten Eiweißbausteine, die die Hautzellen zusammenhalten, ganz ohne Säure oder Reibung. Sie sind ideal, wenn du sehr empfindliche Haut hast, die auf Säuren mit Rötungen reagiert.

C. Mechanische Peelings (Körnerpeelings) – Vorsicht geboten!

Peelings mit Schleifpartikeln (Sand, Salz, Zucker, Kunststoffbeads) sollten bei entzündlicher Akne vermieden werden.

  • Gefahr der Schmierinfektion: Die Körner können Eiterpusteln aufreißen und die Bakterien über das ganze Gesicht verteilen.
  • Reizung: Die scharfen Kanten der Partikel verursachen Mikroverletzungen, die Entzündungen verschlimmern können.

3. Wichtige Regeln für die Anwendung

Wenn du Peelings in deine Routine einbaust, solltest du diese Punkte beachten:

  1. Sonnenschutz ist Pflicht: Peelings machen die Haut lichtempfindlicher. Wer peelt, muss tagsüber Sonnenschutz (LSF 30+) tragen, um Pigmentflecken und Sonnenschäden zu vermeiden.
  2. Nicht übertreiben: Zu häufiges Peelen zerstört die Hautbarriere. 1 bis 3 Mal pro Woche ist meist völlig ausreichend.
  3. Geduld haben: Die Haut braucht Zeit, um sich zu regenerieren. Erste deutliche Ergebnisse sieht man oft erst nach 4 bis 6 Wochen.
  4. Nicht bei offener Haut: Auf stark entzündeten oder offenen Stellen sollte kein Peeling angewendet werden.

4. Wann solltest du zum Profi?

Wenn du unter schwerer, schmerzhafter oder zystischer Akne leidest, solltest du keine Selbstversuche mit Drogerieprodukten machen. In diesem Fall ist ein Besuch beim Hautarzt oder einer medizinischen Kosmetik sinnvoll. Dort werden oft höher konzentrierte Peelings unter Aufsicht angewendet.

Fazit: Ein chemisches Peeling mit BHA (Salicylsäure) ist eines der wirksamsten Mittel im Kampf gegen Unreinheiten und Mitesser. Mechanische Peelings mit Körnern solltest du bei aktiven Pickeln eher meiden.

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