Verursacht Reinigungsmilch einen klebrigen Schleier, wenn sie nicht mit einem Gesichtswasser nachbehandelt wird?

Melden

Ja, das kann tatsächlich passieren. Reinigungsmilch ist so konzipiert, dass sie besonders mild ist und die Haut nicht austrocknet. Das führt jedoch dazu, dass sie oft Rückstände hinterlässt.

Hier sind die Gründe, warum ein klebriger Schleier entstehen kann und wie man ihn vermeidet:

1. Die Zusammensetzung (Rückfettung)

Reinigungsmilch ist eine Emulsion aus Wasser und Ölen/Fetten. Sie soll Schmutz und Make-up lösen, ohne die natürliche Hautbarriere anzugreifen. Viele Produkte enthalten „rückfettende“ Inhaltsstoffe. Wenn diese nicht gründlich entfernt werden, bleiben sie als Film auf der Haut liegen.

2. Emulgatoren

Damit sich Öl und Wasser in der Milch mischen, sind Emulgatoren enthalten. Diese können sich manchmal klebrig anfühlen, wenn sie nach der Reinigung auf der Haut verbleiben.

3. Falsche Anwendung

Oft wird Reinigungsmilch nur mit einem trockenen Wattepad abgenommen. Das reicht meistens nicht aus, um alle gelösten Schmutzpartikel und die Milch selbst restlos zu entfernen. Ein Teil des Produkts wird so nur auf dem Gesicht verteilt.


Wie vermeidet man das klebrige Gefühl?

Es gibt zwei Wege, um den Schleier zu verhindern – auch ohne zwingend ein Gesichtswasser (Toner) zu benutzen:

  1. Gründliches Abwaschen: Spüle die Reinigungsmilch nicht nur mit ein wenig Wasser ab, sondern verwende ein lauwarmes, feuchtes Mikrofasertuch oder einen Waschlappen. Die mechanische Reibung hilft, die öligen Rückstände zu lösen.
  2. Double Cleansing: Wenn du das Gefühl hast, die Milch allein hinterlässt zu viel Rückstand, kannst du danach ein sehr mildes Waschgel verwenden (besonders bei Mischhaut oder öliger Haut empfohlen).

Warum ein Gesichtswasser trotzdem sinnvoll ist

Obwohl man den Schleier durch gründliches Waschen minimieren kann, hat das Gesichtswasser (Toner) nach der Reinigungsmilch drei entscheidende Vorteile:

  • Restlose Entfernung: Es nimmt die allerletzten Rückstände der Reinigungsmilch und auch Kalkreste aus dem Leitungswasser auf.
  • pH-Wert-Ausgleich: Es bringt den pH-Wert der Haut schneller wieder in den sauren Bereich zurück.
  • Vorbereitung: Die Haut ist nach dem Toner leicht feucht und aufnahmefähiger für die nachfolgende Pflege (Serum oder Creme).

Fazit: Wenn du keine Lust auf ein Gesichtswasser hast, achte darauf, die Reinigungsmilch mit einem nassen Tuch sehr gründlich abzunehmen. Bleibt das klebrige Gefühl trotzdem, ist die Reinigungsmilch eventuell zu reichhaltig für deinen Hauttyp oder ein Toner wäre tatsächlich die beste Lösung, um das Hautgefühl zu klären.

0