Entfernt Reinigungsmilch wasserfestes Make-up ausreichend?
Die kurze Antwort lautet: Meistens nein.
Reinigungsmilch ist in der Regel darauf ausgelegt, sanft zu sein und die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Für wasserfestes Make-up (besonders Mascara oder Long-Wear-Foundation) reicht sie oft nicht aus.
Hier sind die Gründe und die besten Alternativen:
1. Das Problem: Wasser vs. Öl
Wasserfestes Make-up enthält spezielle Wachse und Silikone, die so konzipiert sind, dass sie Wasser abweisen. Reinigungsmilch ist eine Emulsion aus Wasser und Öl, wobei der Wasseranteil meist überwiegt. Da sich "Gleiches nur in Gleichem" löst, benötigt man zum Entfernen von wasserfesten Produkten eine hohe Ölkonzentration.
2. Die Gefahr: Zu starkes Reiben
Da die Reinigungsmilch das wasserfeste Make-up nicht sofort anlöst, neigt man dazu, fester mit dem Wattepad zu reiben. Das reizt die empfindliche Haut (besonders an den Augen) und kann zur Bildung von Fältchen oder zum Ausfallen von Wimpern führen.
Was ist besser geeignet?
Wenn du wasserfestes Make-up trägst, solltest du zu folgenden Produkten greifen:
- Zwei-Phasen-Entferner: Diese Flaschen enthalten eine klare Öl-Phase und eine wässrige Phase. Schütteln, auf ein Wattepad geben und kurz auf das Auge drücken. Das Öl löst das Make-up, das Wasser spült die Reste ab.
- Reinigungsöl oder Reinigungsbalm: Dies sind die effektivsten Methoden. Du massierst das Öl auf die trockene Haut ein, wodurch selbst hartnäckigste wasserfeste Produkte "geschmolzen" werden. Danach wäschst du es mit Wasser ab.
- Double Cleansing (Die beste Methode):
- Schritt 1: Ein ölbasiertes Produkt verwenden, um das wasserfeste Make-up und Sonnenschutz zu lösen.
- Schritt 2: Deine Reinigungsmilch verwenden, um die letzten Rückstände zu entfernen und die Haut zu pflegen.
Fazit
Wenn auf deiner Reinigungsmilch nicht explizit "entfernt auch wasserfestes Make-up" steht, wird sie wahrscheinlich Rückstände hinterlassen. Diese Rückstände können die Poren verstopfen oder zu Reizungen führen. Nutze die Reinigungsmilch lieber als zweiten Schritt in deiner Routine oder nur an Tagen, an denen du kein wasserfestes Make-up trägst.