Ist Weltmeisterbrot ein Vollkornbrot oder ein Mehrkornbrot?
Das Weltmeisterbrot ist in der Regel ein Mehrkornbrot, aber normalerweise kein Vollkornbrot.
Hier ist die genaue Erklärung für die Unterscheidung:
1. Warum es ein Mehrkornbrot ist
Ein Mehrkornbrot muss laut den Leitsätzen für Brot und Kleingebäck mindestens drei verschiedene Getreidesorten enthalten (jeweils zu mindestens 5 %).
- Das Weltmeisterbrot besteht meist aus Weizen, Roggen und Hafer (oft in Form von Flocken).
- Zusätzlich charakteristisch sind die vielen Ölsaaten wie Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesam und Mohn, die dem Brot sein typisches Aussehen verleihen.
2. Warum es meist kein Vollkornbrot ist
Damit ein Brot sich "Vollkornbrot" nennen darf, müssen mindestens 90 % der verwendeten Getreideerzeugnisse aus Vollkorn bestehen.
- Beim klassischen Weltmeisterbrot vom Bäcker oder aus dem Supermarkt wird meistens ein großer Anteil an hellem Mehl (z. B. Weizenmehl Type 550 oder Roggenmehl Type 997/1150) verwendet.
- Obwohl es durch die Kerne und die dunkle Farbe (oft durch Malzextrakt verstärkt) sehr gesund und ballaststoffreich aussieht, erfüllt es die strengen gesetzlichen Anforderungen für ein Vollkornbrot meist nicht.
Ausnahme
Es gibt Bäcker, die eine Vollkorn-Variante des Weltmeisterbrotes backen. In diesem Fall muss es jedoch explizit als „Weltmeister-Vollkornbrot“ deklariert sein.
Zusammenfassend: Wenn du nur „Weltmeisterbrot“ liest, handelt es sich um ein Mehrkornbrot mit Ölsaaten. Es ist ballaststoffreicher als ein reines Weißbrot, aber meist weniger ballaststoffreich als ein echtes Vollkornbrot.