Seit wann gibt es das Weltmeisterbrot in deutschen Bäckereien?

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Das Weltmeisterbrot gibt es seit dem Jahr 1990.

Hier sind die Hintergründe zu seiner Entstehung:

  1. Anlass: Das Brot wurde anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien kreiert. Als die deutsche Nationalmannschaft unter Franz Beckenbauer den Titel gewann, nutzten Bäcker und Backmittelhersteller die Euphorie, um dieses spezielle Brot zu vermarkten.
  2. Erfinder: Es war keine Erfindung eines einzelnen kleinen Bäckers, sondern eine Marketing-Idee der Backmittelindustrie (insbesondere der Firma Ulmer Spatz, die heute zu CSM Ingredients gehört). Sie entwickelten die Rezeptur und den passenden Namen, um den Bäckereien ein verkaufsstarkes Konzept anzubieten.
  3. Zusammensetzung: Das typische Weltmeisterbrot ist ein Mehrkornbrot (meist aus Weizen, Roggen und Schrot), das sich vor allem durch seine markante Bestreuung auszeichnet:
    • Oben meist Mohn und Sesam.
    • Unten oder an den Seiten oft Sonnenblumenkerne.
  4. Erfolg: Was ursprünglich als kurzfristige Werbeaktion zur WM gedacht war, entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten „neuen“ Brotsorten in Deutschland. Aufgrund der großen Beliebtheit wurde es nach 1990 nicht wieder aus dem Sortiment genommen und gehört heute zum Standardrepertoire fast jeder deutschen Bäckerei.

Interessanterweise versuchen Bäcker bei fast jeder darauffolgenden WM oder EM ähnliche Aktionsbrote zu etablieren (z. B. „Europameisterbrot“ oder „Fussball-Brötchen“), aber keines erreichte jemals den Kultstatus und die Dauerhaftigkeit des Weltmeisterbrotes von 1990.

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