In welchen natürlichen Quellen oder Lebensmitteln ist Silizium enthalten?

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Silizium ist ein essenzielles Spurenelement, das eine wichtige Rolle für die Festigkeit von Bindegewebe, Haut, Haaren, Nägeln und Knochen spielt. Da der Körper Silizium nicht selbst herstellen kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden.

Hier sind die besten natürlichen Quellen für Silizium, unterteilt in verschiedene Kategorien:

1. Getreide (Die wichtigsten Quellen)

Getreideprodukte sind die Hauptlieferanten für Silizium, da Pflanzen Silizium aus dem Boden aufnehmen, um ihre Halme zu stabilisieren. Wichtig: Das Silizium sitzt meist in den Randschichten (Spelzen/Schale), weshalb Vollkornprodukte deutlich reicher daran sind als Weißmehlprodukte.

  • Hirse: Gilt als eines der siliziumreichsten Lebensmittel überhaupt.
  • Hafer: Besonders Haferflocken sind eine hervorragende Quelle.
  • Gerste: Ebenfalls sehr gehaltvoll.
  • Brauner Reis: Unpolierter Reis enthält wesentlich mehr Silizium als weißer Reis.
  • Dinkel.

2. Wildkräuter und Heilpflanzen

Einige Pflanzen reichern Silizium in extrem hohen Konzentrationen an. Diese werden oft als Tee oder Extrakt genutzt:

  • Ackerschachtelhalm (Zinnkraut): Er ist die Pflanze mit dem höchsten Siliziumgehalt (besteht zu ca. 7–10 % aus Kieselsäure). Er wird oft zur Stärkung von Nägeln und Haaren eingesetzt.
  • Brennnessel: Enthält ebenfalls nennenswerte Mengen und ist gut für das Bindegewebe.
  • Bambussprossen: In der asiatischen Küche beliebt, enthalten sie ebenfalls sehr viel Silizium.

3. Gemüse

Beim Gemüse sind vor allem jene Sorten wertvoll, die eine feste Struktur haben oder Schalen besitzen:

  • Grüne Bohnen: Eine der besten pflanzlichen Quellen im Gemüsebereich.
  • Kartoffeln: Vor allem in der Schale sitzt das Silizium.
  • Gurken: Hauptsächlich in der Schale.
  • Paprika.
  • Spinat.
  • Blumenkohl.

4. Obst

Obst enthält generell weniger Silizium als Getreide, trägt aber dennoch zur Versorgung bei:

  • Bananen: Sie sind vergleichsweise reich an Silizium.
  • Erdbeeren.
  • Rosinen.
  • Äpfel (mit Schale).

5. Getränke

  • Bier: Da Bier aus Gerste (Malz) und Hopfen gebraut wird, enthält es gelöstes Silizium (Kieselsäure), das vom Körper besonders gut aufgenommen werden kann. (Alkoholfreies Bier ist hier eine gesunde Alternative).
  • Mineralwasser: Manche Mineralwässer sind besonders reich an Kieselsäure (Siliziumdioxid). Ein Blick auf das Etikett lohnt sich (Werte über 20-30 mg/l gelten als hoch).

6. Nüsse und Samen

  • Erdnüsse.
  • Mandeln.
  • Sonnenblumenkerne.

Wichtige Hinweise zur Aufnahme (Bioverfügbarkeit):

  1. Verarbeitung: Silizium geht durch industrielles Verarbeiten oft verloren. Schälen und Raffinieren (z. B. von Getreide oder Obst) reduziert den Gehalt massiv. Essen Sie Getreide als Vollkorn und Obst/Gemüse nach Möglichkeit mit Schale.
  2. Löslichkeit: Silizium wird am besten in Form von Kieselsäure (in Wasser gelöst) vom Darm aufgenommen.
  3. Tagesbedarf: Ein offizieller Tagesbedarf ist nicht genau festgelegt, Schätzungen liegen aber bei etwa 20 bis 50 mg pro Tag, um die Speicher voll zu halten.

Zusammenfassend: Wer regelmäßig Haferflocken, Hirse, Vollkornprodukte und grüne Bohnen isst und gelegentlich einen Ackerschachtelhalm-Tee trinkt, ist in der Regel bestens mit Silizium versorgt.