In welchen Lebensmitteln kommen Probiotika natürlich vor?
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Probiotika sind lebende Mikroorganismen (meist Milchsäurebakterien oder Hefen), die einen gesundheitlichen Nutzen haben, wenn sie in ausreichender Menge in den Darm gelangen. Sie kommen natürlicherweise vor allem in fermentierten Lebensmitteln vor.
Hier sind die besten natürlichen Quellen für Probiotika:
1. Milchprodukte
Dies ist die bekannteste Gruppe von probiotischen Lebensmitteln.
- Joghurt: Einer der besten Lieferanten, sofern er „lebende und aktive Kulturen“ enthält. Achten Sie darauf, dass der Joghurt nicht nach dem Fermentieren pasteurisiert wurde, da Hitze die Bakterien abtötet.
- Kefir: Ein fermentiertes Milchgetränk, das oft mehr verschiedene Bakterienstämme und Hefen enthält als Joghurt.
- Buttermilch: Aber nur die traditionell hergestellte (echte) Buttermilch. Die meist im Supermarkt verkaufte „reine Buttermilch“ enthält oft keine lebenden Kulturen mehr.
- Käse: Einige Käsesorten reifen so, dass die Bakterien darin überleben. Dazu gehören Cheddar, Gruyère, Gouda, Mozzarella und Parmesan.
2. Fermentiertes Gemüse
Gemüse wird durch Milchsäuregärung haltbar gemacht, wobei Probiotika entstehen.
- Sauerkraut: Wichtig ist hier: Nur frisches, nicht pasteurisiertes Sauerkraut (aus dem Kühlregal oder selbstgemacht) enthält lebende Bakterien. Sauerkraut aus der Dose oder dem Glas im normalen Regal wurde erhitzt.
- Kimchi: Die koreanische Variante von fermentiertem Gemüse (meist Chinakohl), die sehr scharf und reich an Milchsäurebakterien ist.
- Saure Gurken: Nur Gurken, die in einer Salzlake fermentiert wurden, sind probiotisch. Essiggurken (in Essig eingelegt) enthalten keine lebenden Milchsäurebakterien.
3. Sojaprodukte
In der asiatischen Küche spielen fermentierte Sojaprodukte eine große Rolle.
- Miso: Eine japanische Paste aus fermentierten Sojabohnen, die oft für Suppen verwendet wird. (Wichtig: Miso nicht mitkochen, sondern erst zum Schluss in die warme Suppe rühren, damit die Bakterien nicht sterben).
- Tempeh: Ein fermentiertes Sojaprodukt mit festem Biss, das als Fleischersatz dient.
- Natto: Fermentierte Sojabohnen, die besonders reich an dem Bakterium Bacillus subtilis sind.
4. Getränke
- Kombucha: Ein fermentierter Tee (meist Schwarz- oder Grüntee), der mit einer speziellen Kultur aus Bakterien und Hefen (Scoby) hergestellt wird.
- Wasserkefir: Eine milchfreie Alternative zu Milchkefir, die auf Wasser-Zucker-Basis mit Kefirkristallen hergestellt wird.
5. Apfelessig
Naturtrüber Apfelessig („mit der Mutter“) enthält Enzyme und einige nützliche Bakterien, auch wenn die Konzentration geringer ist als bei Joghurt oder Sauerkraut.
Wichtige Tipps für den Verzehr:
- Hitze meiden: Probiotika sind hitzeempfindlich. Wenn Sie Sauerkraut oder Miso stark kochen, sterben die nützlichen Bakterien ab.
- Pasteurisierung beachten: Viele Lebensmittel im Supermarkt werden durch Erhitzen haltbar gemacht. Achten Sie auf Hinweise wie „nicht pasteurisiert“ oder „lebende Kulturen“.
- Präbiotika nicht vergessen: Damit Probiotika im Darm überleben und sich vermehren können, brauchen sie „Futter“. Das sind sogenannte Präbiotika (Ballaststoffe), die in Lebensmitteln wie Zwiebeln, Knoblauch, Bananen, Spargel, Haferflocken und Hülsenfrüchten vorkommen.
- Vielfalt: Jeder Fermentationsprozess bringt andere Bakterienstämme hervor. Eine Mischung aus verschiedenen Quellen ist daher am besten für die Darmflora.