Für welche maximale Aststärke ist eine herkömmliche Einhand-Gartenschere ausgelegt?

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Eine herkömmliche Einhand-Gartenschere ist in der Regel für eine maximale Aststärke von 20 bis 25 Millimetern ausgelegt.

Es gibt jedoch einige Unterschiede und Faktoren, die man beachten sollte:

1. Art der Schere

  • Bypass-Scheren (zwei aneinander vorbeigleitende Klingen): Diese sind ideal für grüne, saftige Hölzer. Sie schaffen meist bis zu 20 mm, bei sehr hochwertigen Modellen auch 22 mm. Sie ermöglichen einen sauberen Schnitt, der die Pflanze schont.
  • Amboss-Scheren (eine Klinge trifft auf eine flache Unterlage): Diese sind eher für trockenes, hartes oder totes Holz gedacht. Durch die bessere Kraftübertragung schaffen sie oft bis zu 25 mm. Der Schnitt ist jedoch weniger präzise und quetscht das Holz eher.

2. Art des Holzes

  • Weichholz (z. B. Forsythie, Holunder): Hier können oft die vollen 25 mm ausgenutzt werden.
  • Hartholz (z. B. Buche, Eiche oder dornige Sträucher): Hier stoßen Einhand-Scheren oft schon bei 15 bis 18 mm an ihre Grenzen, da der Kraftaufwand für eine Hand zu groß wird.

3. Ergonomie und Mechanik

  • Einige moderne Scheren besitzen eine Getriebeübersetzung oder einen Ratschenmechanismus. Damit lassen sich auch Äste bis zu 25 mm (in Ausnahmefällen bis 30 mm) ohne extremen Kraftaufwand schneiden.

Faustregel für die Praxis:

Wenn du merkst, dass du mit einer Hand deutlich mehr Kraft aufwenden musst oder die Schere im Holz "verkantet", ist der Ast zu dick. In diesem Fall solltest du zu einer Zweihand-Astschere (für Äste bis ca. 45–50 mm) oder einer Gartensäge greifen, um weder die Schere noch deine Handgelenke zu überlasten.