Enthalten fertige TK-Gemüsemischungen oft versteckte Zusätze wie Zucker oder Fett?
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Die kurze Antwort lautet: Es kommt ganz darauf an, welche Art von TK-Gemüse Sie kaufen.
Man muss hier strikt zwischen zwei Kategorien unterscheiden:
1. Reines TK-Gemüse („Natur“)
Hierzu gehören Produkte wie Erbsen, Prinzessbohnen, Brokkoli-Röschen oder Mischungen wie „Suppengemüse“ oder „Kaisergemüse“ (ohne Sauce).
- Zusätze: In der Regel nein. Die Zutatenliste sollte nur das Gemüse selbst enthalten.
- Zucker/Fett: Es ist kein Fett oder Zucker zugesetzt. Der in der Nährwerttabelle angegebene Zucker ist der natürliche Zuckergehalt des Gemüses.
- Vorteil: Diese Produkte sind oft gesünder als Frischware aus dem Supermarkt, da sie direkt nach der Ernte schockgefrostet werden und so Vitamine erhalten bleiben.
2. Zubereitete Gemüsemischungen (Pfannengemüse, Rahmgemüse, Buttergemüse)
Hier sieht es anders aus. Sobald auf der Packung Begriffe wie „würzig“, „küchenfertig zubereitet“, „mit Sauce“ oder „italienische Art“ stehen, finden sich oft Zusätze.
- Fett: Fast immer enthalten. Bei Buttergemüse ist es meist ein Stück Butter (oft mit Salz). Bei Pfannengemüse sind es meist pflanzliche Öle (Sonnenblumenöl, Rapsöl) oder teilweise auch Palmfett.
- Zucker: Er wird oft zur Geschmacksabrundung zugesetzt, besonders bei Mischungen mit Tomatensauce oder asiatischen Würzungen. Achten Sie auf Begriffe wie Zucker, Dextrose, Glukosesirup oder Maltodextrin.
- Salz: Fertigmischungen haben oft einen sehr hohen Salzgehalt, was bei Bluthochdruck problematisch sein kann.
- Stärke & Verdickungsmittel: Damit die Sauce beim Erhitzen schön sämig wird (z. B. modifizierte Stärke, Guarkernmehl).
- Aromen & Hefeextrakt: Werden oft eingesetzt, um den Geschmack zu verstärken (Hefeextrakt ist eine Form von natürlichem Geschmacksverstärker).
Worauf sollten Sie achten? (Tipps für den Einkauf)
- Die Zutatenliste ist entscheidend: Wenn dort mehr als nur die Gemüsenamen stehen, sind Zusätze enthalten. Die Liste ist nach Menge sortiert – was vorne steht, ist am meisten enthalten.
- „Natur“ kaufen und selbst würzen: Kaufen Sie die ungewürzte Basis-Mischung. Ein Schuss hochwertiges Olivenöl und frische Kräuter nach dem Garen sind gesünder als die fertige Industriewürze.
- Vorsicht bei „Rahm“: Rahm-Gemüse (wie Rahmspinat) enthält neben Sahne oft auch Bindemittel und Zucker. Es gibt mittlerweile aber auch „Rahmspinat mild“ oder Bio-Varianten mit deutlich kürzeren Zutatenlisten.
- Nährwertampel / Nutri-Score: Ein „A“ bei reinem Gemüse ist Standard. Bei Fertigmischungen kann der Nutri-Score durch Fett und Salz schnell auf „B“ oder „C“ rutschen.
Fazit: TK-Gemüse an sich ist ein hervorragendes Lebensmittel. „Versteckte“ Zusätze lauern nur in den vorbehandelten Mischungen. Ein kurzer Blick auf die Rückseite der Packung entlarvt diese sofort.