Aus welchen Grundzutaten besteht ein klassisches Roggenbrot?
Melden
Ein klassisches Roggenbrot (das laut deutschem Lebensmittelbuch zu mindestens 90 % aus Roggenmehl bestehen muss) kommt mit sehr wenigen Grundzutaten aus.
Die vier essenziellen Zutaten sind:
- Roggenmehl: Meist wird die Type 1150 verwendet, aber auch Vollkornmehl ist üblich.
- Wasser: Wird benötigt, um den Teig zu binden und die Fermentation zu ermöglichen.
- Sauerteig: Das ist die wichtigste Zutat. Da Roggenmehl ohne Säure nicht backfähig ist (die Enzyme im Roggen würden sonst das Gerüst abbauen und das Brot bliebe klitschig), dient der Sauerteig sowohl als Triebmittel als auch als Säuerungsmittel.
- Salz: Für den Geschmack und zur Stabilisierung des Teiggerüsts.
Warum ist der Sauerteig so wichtig?
Im Gegensatz zu Weizenbrot kann ein reines Roggenbrot nicht allein mit Hefe gebacken werden. Die im Roggen enthaltenen Enzyme (Amylasen) bauen die Stärke zu schnell ab. Die Säure im Sauerteig stoppt diesen Prozess und macht das Brot erst genießbar und schneidbar.
Optionale (aber typische) Zutaten:
- Brotgewürze: Klassischerweise eine Mischung aus Kümmel, Anis, Fenchel und Koriander.
- Hefe: Manchmal wird eine kleine Menge Hefe zusätzlich zum Sauerteig beigegeben, um die Backzeit zu verkürzen oder die Lockerung zu unterstützen (bei einem sehr aktiven Sauerteig ist das aber nicht nötig).
- Malz: Etwas Backmalz für eine dunklere Farbe und ein intensiveres Aroma.
Zusammengefasst: Ein echtes traditionelles Roggenbrot besteht nur aus Roggenmehl, Wasser, Salz und Sauerteig.