Auf welcher genauen Höhe sollte eine Lendenwirbelstütze positioniert sein, um die Wirbelsäule optimal zu entlasten?
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Die optimale Position einer Lendenwirbelstütze (auch Lordosenstütze genannt) ist entscheidend, um die natürliche S-Krümmung der Wirbelsäule zu unterstützen und die Bandscheiben zu entlasten.
Die genaue Höhe lässt sich anhand von zwei Orientierungspunkten festmachen:
1. Der anatomische Orientierungspunkt
Die Stütze sollte genau in der Wölbung der Lendenwirbelsäule sitzen, also im „Hohlkreuz“-Bereich.
- Genaue Höhe: Das Zentrum der Wölbung der Stütze sollte sich etwa auf Höhe der Lendenwirbel L3 bis L5 befinden.
- Anhaltspunkt: Dies entspricht in der Regel der Höhe der Gürtellinie bzw. knapp oberhalb des Beckenkamms (der obere Rand des Hüftknochens).
2. Die Faustregel zur Einstellung
Da jeder Körper anders gebaut ist, hilft dieser praktische Test:
- Ganz nach hinten rücken: Setzen Sie sich so tief wie möglich in den Stuhl, sodass Ihr Gesäß die Rückenlehne berührt.
- Die Wölbung spüren: Die stärkste Vorwölbung der Lehne (oder des Kissens) muss genau dort gegen den Rücken drücken, wo Ihre Wirbelsäule am stärksten nach innen gewölbt ist.
- Die Höhe: Meist liegt der Scheitelpunkt der Stütze etwa 15 bis 25 Zentimeter oberhalb der Sitzfläche (je nach Körpergröße).
Was passiert bei falscher Positionierung?
- Zu tief: Wenn die Stütze auf das Kreuzbein oder das Becken drückt, schiebt sie das Becken nach vorne. Dies führt dazu, dass man in einen Rundrücken verfällt (Zusammensacken).
- Zu hoch: Wenn die Stütze im Bereich der unteren Rippen oder der Brustwirbelsäule sitzt, drückt sie den Oberkörper nach vorne. Dies verstärkt das Hohlkreuz und erzeugt Spannungsschmerzen im mittleren Rücken.
Wichtige Zusatzfaktoren für die optimale Entlastung:
- Die Tiefe (Intensität): Die Stütze sollte den Rücken spürbar ausfüllen, aber nicht unangenehm nach vorne drücken. Sie soll die natürliche Form stützen, nicht verändern.
- Der Kontakt: Achten Sie darauf, dass auch Ihre Schulterblätter noch Kontakt zur Lehne haben. Wenn nur die Lendenwirbelstütze den Rücken berührt, ist sie zu dick eingestellt.
- Sitzdynamik: Auch die beste Lendenwirbelstütze ersetzt nicht die Bewegung. Verändern Sie regelmäßig Ihre Sitzposition.
Zusammenfassend: Die Stütze gehört direkt über den Beckenkamm in die natürliche Hohlwölbung Ihres Rückens, sodass die Wirbelsäule ihre natürliche Doppel-S-Form beibehält, ohne dass Sie sich angestrengt aufrecht halten müssen.