Wie viele Arten von Wolken gibt es?

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  1. Einführung in die Wolkenklassifikation
  2. Die Hauptgruppen der Wolken
  3. Hohe Wolken (cirro-)
  4. Mittelhohe Wolken (alto-)
  5. Niedrige Wolken
  6. Wolken mit großer vertikaler Ausdehnung
  7. Zusammenfassung der Artenanzahl

Einführung in die Wolkenklassifikation

Wolken sind sichtbare Ansammlungen von Wassertröpfchen oder Eiskristallen in der Atmosphäre. Sie spielen eine wichtige Rolle im Wettergeschehen und im Klimasystem der Erde. Die Klassifikation der Wolken basiert auf ihrer Erscheinungsform sowie auf ihrer Höhe über dem Boden und wurde ursprünglich vom schwedischen Meteorologen Luke Howard im Jahr 1803 eingeführt. Heute unterscheidet man verschiedene Wolkenarten, die in bestimmte Hauptgruppen eingeteilt werden.

Die Hauptgruppen der Wolken

Wolken werden primär in zehn Arten unterteilt, basierend auf ihrer Form und Höhe. Diese Arten sind in Hauptklassen zusammengefasst, die für ihre charakteristischen Merkmale stehen. Die drei wichtigsten Höhenzonen sind hoch, mittel und niedrig, wobei auch eine Kategorie für Wolken mit vertikaler Entwicklung existiert. Jede dieser Höhenzonen umfasst spezifische Wolkenarten. Zusammengefasst entsteht so eine umfangreiche Klassifikation der Wolken.

Hohe Wolken (cirro-)

Hohe Wolken liegen in der Regel in einer Höhe von etwa 5 bis 13 Kilometern. Zu den hohen Wolkenarten zählen Cirrus, Cirrostratus und Cirrocumulus. Diese Wolken bestehen überwiegend aus Eiskristallen und sind oft dünn und transparent, was ihnen ein zartes Aussehen verleiht. Sie haben einen besonderen Einfluss auf die Strahlungsbilanz der Erde und werden häufig als Anzeichen für Wetteränderungen betrachtet.

Mittelhohe Wolken (alto-)

Mittelhohe Wolken befinden sich in einer Höhe zwischen etwa 2 und 7 Kilometern. Die häufigsten Typen sind Altostratus und Altocumulus. Diese Wolken bestehen meistens aus Wassertröpfchen, können aber bei niedrigen Temperaturen auch teilweise Eiskristalle enthalten. Sie wirken im Allgemeinen dichter als hohe Wolken und können voraussagen, ob Niederschläge bevorstehen.

Niedrige Wolken

Niedrige Wolken haben Höhen von knapp über dem Boden bis etwa 2 Kilometer. Zu den bekannten Arten zählen Stratocumulus, Stratus und Nimbostratus. Diese Wolken sind aus Wassertröpfchen zusammengesetzt und oftmals mit Niederschlägen, insbesondere Regen oder Schnee, verbunden. Stratuswolken sind meist als gleichmäßige, graue Wolkenschicht erkennbar, während Stratocumulus durch eine klumpige Struktur geprägt ist.

Wolken mit großer vertikaler Ausdehnung

Eine besondere Kategorie stellen Wolken mit großer vertikaler Entwicklung dar, die sich über mehrere Höhenschichten erstrecken. Dazu gehören Cumulus und Cumulonimbus. Diese Wolken können sehr hohe Wassertropfendichten erreichen und sind oft die Ursache für starke Wetterphänomene wie Gewitter, Hagel oder Starkregen. Der Cumulonimbus ist die Wolkenart, die mit Gewittern am häufigsten in Verbindung gebracht wird.

Zusammenfassung der Artenanzahl

Insgesamt zählen die meteorologischen Standards zehn grundsätzliche Wolkenarten, die sich in diese Kategorien einordnen lassen: hohe Wolken (3 Arten), mittelhohe Wolken (2 Arten), niedrige Wolken (3 Arten) sowie Wolken mit großer vertikaler Ausdehnung (2 Arten). Jede dieser Wolkenarten kann unterschiedliche Erscheinungsbilder und Unterarten haben, was die Vielfalt der Wolken am Himmel noch größer macht.

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