Tutorial: So erstellst du deinen Google Search Console Report in Looker Studio
Hier ist ein ausführliches Schritt-für-Schritt-Tutorial, wie du einen professionellen SEO-Report mit Daten aus der Google Search Console (GSC) in Looker Studio (ehemals Google Data Studio) erstellst.
Die Google Search Console bietet zwar gute Einblicke, ist aber in der Visualisierung und beim Vergleichen von Zeiträumen begrenzt. Looker Studio ermöglicht es dir, diese Daten übersichtlich aufzubereiten, mit anderen Quellen zu mischen und automatisierte Reports an Kunden oder Vorgesetzte zu senden.
Schritt 1: Vorbereitung
Bevor du startest, stelle sicher, dass:
- Du Zugriff auf die Google Search Console Property der Website hast.
- Du mit demselben Google-Konto bei Looker Studio angemeldet bist.
Schritt 2: Eine neue Datenquelle hinzufügen
- Öffne Looker Studio und klicke oben links auf Erstellen > Bericht.
- Ein Fenster „Daten zum Bericht hinzufügen“ öffnet sich. Suche nach dem Connector Search Console und wähle ihn aus.
- Wähle nun die gewünschte Website (Property) aus.
- Wichtig: Die Wahl der Tabelle
- Site Impression: Aggregiert Daten auf Website-Ebene (gut für den Gesamtüberblick).
- URL Impression: Ermöglicht die Analyse einzelner Seiten (wichtig für Content-SEO).
- Empfehlung: Starte für einen allgemeinen Report mit Site Impression und dem Suchtyp Web.
- Klicke unten rechts auf Hinzufügen.
Schritt 3: Den Bericht strukturieren (Layout)
Ein guter SEO-Report sollte logisch aufgebaut sein. Wir beginnen mit den wichtigsten Kennzahlen (KPIs).
1. Zeitraumsteuerung hinzufügen
Klicke im Menü auf Steuerung hinzufügen > Zeitraumsteuerung. Platziere sie oben rechts. So kann der Betrachter später selbst wählen, welchen Monat er analysieren möchte.
2. Die Scorecards (Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick)
Klicke auf Diagramm hinzufügen > Messwertkarte (Scorecard). Erstelle vier Karten für diese Metriken:
- Impressions (Impressionen)
- Clicks (Klicks)
- Average CTR (Durchschnittliche CTR)
- Average Position (Durchschnittliche Position)
Pro-Tipp: Aktiviere in den Eigenschaften unter „Stil“ die Option Vergleichszeitraum (z. B. „Vorheriger Zeitraum“), um sofort zu sehen, ob die Zahlen gestiegen oder gefallen sind.
Schritt 4: Daten visualisieren (Diagramme)
1. Der zeitliche Verlauf
Wähle Diagramm hinzufügen > Zeitreihendiagramm.
- Dimension: Datum
- Messwerte: Klicks und Impressionen (auf zwei Achsen, da die Skalierung stark variiert). Dies zeigt dir sofort saisonale Schwankungen oder Einbrüche nach Google Updates.
2. Top-Keywords (Suchanfragen)
Wähle Diagramm hinzufügen > Tabelle.
- Dimension: Query (Suchanfrage)
- Messwerte: Klicks, Impressionen, CTR, Average Position. Hier siehst du, für welche Begriffe du tatsächlich gefunden wirst.
3. Top-Seiten (Landingpages)
Hinweis: Hierfür benötigst du die Datenquelle „URL Impression“. Erstelle eine weitere Tabelle:
- Dimension: Landing Page
- Messwerte: Klicks und CTR. Dies zeigt dir, welche Inhalte die meisten Besucher anziehen.
Schritt 5: Filter und Interaktivität
Damit der Report nutzbar wird, solltest du Filter einbauen:
- Steuerung hinzufügen > Dropdown-Liste.
- Wähle als Dimension Device (Gerät) oder Country (Land). So kannst du den Report mit einem Klick z. B. nur auf „Mobile Nutzer“ filtern.
Schritt 6: Design und Branding
Ein professioneller Report muss auch gut aussehen:
- Thema und Layout: Über das Menü „Thema und Layout“ kannst du dunkle Designs wählen oder deine Markenfarben anpassen.
- Texte: Nutze das Text-Tool (A-Symbol), um Überschriften oder kurze Analysen direkt in den Report zu schreiben.
- Logos: Lade dein Firmenlogo oder das Kundenlogo über das Bild-Icon hoch.
Schritt 7: Teilen und Automatisieren
Dein Report ist fertig! Jetzt kannst du ihn nutzen:
- Teilen: Klicke oben rechts auf „Teilen“. Du kannst Personen per E-Mail einladen.
- Geplante Bereitstellung: Du kannst einstellen, dass Looker Studio jeden Monat automatisch ein PDF des Reports an dich oder deinen Kunden schickt.
Profi-Tipps für deinen GSC-Report:
- CTR vs. Position: Erstelle ein Streudiagramm (Scatter Chart) mit CTR auf der Y-Achse und Position auf der X-Achse. So identifizierst du Seiten, die gut ranken, aber zu selten geklickt werden (Optimierungspotenzial für Title & Meta-Description!).
- Brand vs. Non-Brand: Nutze Filter-Regeln, um Suchanfragen mit deinem Markennamen auszuschließen. Nur so siehst du die „echte“ SEO-Leistung bei generischen Suchbegriffen.
- Vergleichsdaten: Nutze immer den Vergleich zum Vorjahr (YoY), um saisonale Effekte (z.B. Weihnachtsgeschäft) besser einschätzen zu können.