Tutorial: Hohe CPU- und RAM-Auslastung durch Diagnostic Policy Service beheben
Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du das Problem mit der hohen CPU- und Arbeitsspeicherauslastung durch den Service Host: Diagnostic Policy Service (Diagnoserichtliniendienst) unter Windows 10 behebst.
Der Diagnostic Policy Service (DPS) ist dafür zuständig, Probleme mit Windows-Komponenten zu erkennen und zu beheben. Manchmal gerät dieser Dienst jedoch in eine Schleife oder hat Probleme mit beschädigten Protokolldateien, was zu einer extrem hohen Systemlast führt.
Folge diesen Schritten der Reihe nach, um das Problem zu lösen.
Methode 1: Den Diagnoserichtliniendienst neu starten
Oft hilft ein einfacher Neustart des Dienstes, um hängende Prozesse zu beenden.
- Drücke
Windows-Taste + R, gib services.msc ein und drücke Enter. - Suche in der Liste nach dem Eintrag Diagnoserichtliniendienst.
- Klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle Neu starten.
- Prüfe im Task-Manager, ob die CPU-Last sinkt.
Methode 2: Die SRUDB.dat Datei löschen (Effektivste Lösung)
Der häufigste Grund für die hohe Auslastung ist eine beschädigte Systemressourcen-Datenbank (SRUDB.dat), in der Windows Protokolle speichert.
- Drücke
Windows-Taste + R, gib services.msc ein. - Suche den Diagnoserichtliniendienst, rechtsklicke ihn und wähle Beenden.
- Öffne den Windows-Explorer und navigiere zu folgendem Pfad:
C:\Windows\System32\sru - Markiere alle Dateien in diesem Ordner (insbesondere die Datei srudb.dat) und lösche sie. (Hinweis: Keine Sorge, Windows erstellt diese Dateien beim nächsten Start sauber neu).
- Gehe zurück zum Dienste-Fenster, rechtsklicke auf den Diagnoserichtliniendienst und wähle Starten (oder starte den PC neu).
Methode 3: Systemdateien reparieren (SFC & DISM)
Wenn Systemdateien beschädigt sind, kann der Dienst versuchen, diese endlos zu reparieren, was die CPU-Last erhöht.
- Klicke auf Start, tippe cmd ein, rechtsklicke auf „Eingabeaufforderung“ und wähle Als Administrator ausführen.
- Gib nacheinander folgende Befehle ein und bestätige jeden mit Enter (warte, bis der jeweilige Vorgang abgeschlossen ist):
sfc /scannowDISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
- Starte deinen Computer neu.
Methode 4: Ereignisprotokolle löschen
Ein überfülltes Ereignisprotokoll kann den Dienst ebenfalls verlangsamen.
- Drücke
Windows-Taste + R, gib eventvwr.msc ein und drücke Enter. - Navigiere links zu Windows-Protokolle > System.
- Klicke auf der rechten Seite auf Protokoll löschen... und bestätige mit Löschen.
- Wiederhole dies für den Punkt Anwendung.
Methode 5: Den Dienst deaktivieren (Nicht empfohlen, aber wirksam)
Falls keine der oben genannten Methoden hilft und die Auslastung weiterhin bei 100% liegt, kannst du den Dienst deaktivieren. Beachte jedoch, dass Windows dann keine automatischen Problembehebungen mehr durchführen kann.
- Drücke
Windows-Taste + R, gib services.msc ein. - Suche den Diagnoserichtliniendienst und doppelklicke darauf.
- Ändere den Starttyp auf Deaktiviert.
- Klicke auf Beenden und dann auf Übernehmen.
Zusammenfassung
In 90% der Fälle löst Methode 2 (Löschen der srudb.dat) das Problem sofort, da eine korrupte Datenbank den Dienst dazu zwingt, ständig im Kreis zu rechnen. Falls das Problem nach einem Windows-Update auftritt, ist oft Methode 3 der Schlüssel zum Erfolg.