FIX: Diagnostic Policy Service konnte nicht gestartet werden. Zugriff verweigert – Fehler 5
Hier ist ein ausführliches Tutorial, um den Fehler „Diagnostic Policy Service konnte nicht gestartet werden. Zugriff verweigert – Fehler 5“ unter Windows zu beheben.
Der Diagnoserichtliniendienst (Diagnostic Policy Service) ist dafür verantwortlich, Probleme mit Windows-Komponenten zu erkennen und zu beheben. Wenn dieser Dienst mit dem „Fehler 5“ abbricht, liegt das in 99 % der Fälle an fehlenden Berechtigungen für die entsprechenden Dienst-Konten in der Windows-Registrierung oder den Systemgruppen.
Befolgen Sie diese Schritte nacheinander, um das Problem zu lösen.
Methode 1: Fehlende Konten zur Administrator-Gruppe hinzufügen (Schnellste Lösung)
Oft fehlen dem „Netzwerkdienst“ oder dem „Lokalen Dienst“ die nötigen Rechte, um den Prozess zu starten. Über die Eingabeaufforderung können Sie diese Rechte schnell vergeben.
- Drücken Sie die Windows-Taste, geben Sie cmd ein.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „Eingabeaufforderung“ und wählen Sie Als Administrator ausführen.
- Geben Sie nacheinander die folgenden Befehle ein und bestätigen Sie jeden mit Enter:
net localgroup Administratoren /add networkservicenet localgroup Administratoren /add localservice
- Wichtig: Wenn Ihr Windows auf Englisch eingestellt ist, müssen Sie statt „Administratoren“ das Wort
Administratorsverwenden. - Schließen Sie das Fenster und starten Sie den PC neu. Prüfen Sie, ob der Dienst nun startet.
Methode 2: Berechtigungen in der Registry manuell anpassen
Falls Methode 1 nicht geholfen hat, müssen wir die Berechtigungen direkt in der Windows-Registrierung (Registry) korrigieren.
- Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie regedit ein und drücken Sie Enter.
- Navigieren Sie im linken Baum zu folgendem Pfad:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\DPS\Parameters - Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner Parameters und wählen Sie Berechtigungen....
- Prüfen Sie, ob in der Liste der Benutzer der DELETED-USER oder merkwürdige Zahlenfolgen stehen. Falls nicht, klicken Sie auf Hinzufügen.
- Geben Sie in das Feld
Netzwerkdienst(bzw.NETWORK SERVICE) ein und klicken Sie auf Namen überprüfen und dann OK. - Wählen Sie den „Netzwerkdienst“ in der Liste aus und setzen Sie unten den Haken bei Vollzugriff unter „Zulassen“.
- Wiederholen Sie die Schritte 4-6 für das Konto LOKALER DIENST (bzw.
LOCAL SERVICE). - Klicken Sie auf Übernehmen und OK.
- Wiederholen Sie diesen Vorgang (Schritt 3-8) auch für den übergeordneten Ordner:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\DPS
Methode 3: Den Dienst auf das richtige Konto umstellen
Manchmal ist der Dienst so konfiguriert, dass er versucht, sich mit dem falschen Systemkonto anzumelden.
- Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie services.msc ein und drücken Sie Enter.
- Suchen Sie in der Liste den Diagnoserichtliniendienst.
- Rechtsklick darauf -> Eigenschaften.
- Wechseln Sie oben auf den Reiter Anmelden.
- Wählen Sie Dieses Konto: aus.
- Klicken Sie auf Durchsuchen -> Erweitert -> Jetzt suchen.
- Wählen Sie aus der Liste LOKALER DIENST (oder
LOCAL SERVICE) aus und klicken Sie auf OK. - Löschen Sie beide Passwortfelder (lassen Sie sie leer) und klicken Sie auf Übernehmen und OK.
- Versuchen Sie nun, den Dienst per Rechtsklick -> Starten manuell zu aktivieren.
Methode 4: Systemdateien reparieren (SFC & DISM)
Falls beschädigte Systemdateien die Ursache für den Zugriffsfehler sind, hilft das Windows-eigene Reparatur-Tool.
- Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator (wie in Methode 1).
- Geben Sie folgenden Befehl ein und drücken Sie Enter:
sfc /scannow - Warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist.
- Geben Sie danach diesen Befehl ein, um das Systemimage zu reparieren:
dism /online /cleanup-image /restorehealth - Starten Sie den Computer neu.
Zusammenfassung
In den meisten Fällen löst Methode 1 das Problem sofort. Wenn der Fehler weiterhin besteht, ist meist eine tiefergehende Berechtigungsstörung in der Registry (Methode 2) die Ursache. Nach der Durchführung dieser Schritte sollte die Windows-Problembehandlung wieder einwandfrei funktionieren.