Runtime Broker: Hohe CPU-Auslastung in Windows 10 beheben – Schritt-für-Schritt-Anleitung
Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du das Problem mit der hohen CPU-Auslastung durch den Runtime Broker unter Windows 10 beheben kannst.
Der Runtime Broker (RuntimeBroker.exe) ist ein offizieller Windows-Prozess, der die Berechtigungen von Apps aus dem Microsoft Store verwaltet. Normalerweise verbraucht er kaum Ressourcen. Wenn die CPU-Auslastung jedoch auf 20 %, 50 % oder sogar 100 % steigt, liegt meist ein Softwarefehler oder eine Fehlkonfiguration vor.
Hier sind die effektivsten Lösungen, um das Problem zu beheben.
Methode 1: Windows-Vorschläge deaktivieren (Häufigste Lösung)
Windows 10 zeigt gelegentlich Tipps und Tricks an. Um diese zu generieren, scannt der Runtime Broker ständig das System, was oft zu der hohen Last führt.
- Drücke die Windows-Taste + I, um die Einstellungen zu öffnen.
- Klicke auf System.
- Wähle im linken Menü Benachrichtigungen und Aktionen.
- Scrolle nach unten und deaktiviere die Option: „Bei der Nutzung von Windows Tipps, Tricks und Vorschläge erhalten“.
- Starte deinen Computer neu.
Methode 2: Hintergrund-Apps einschränken
Viele Apps laufen im Hintergrund und kommunizieren ständig mit dem Runtime Broker. Das Deaktivieren nicht benötigter Apps kann die Last sofort senken.
- Öffne die Einstellungen (Windows-Taste + I).
- Gehe zu Datenschutz.
- Scrolle in der linken Spalte nach unten zu Hintergrund-Apps.
- Hier kannst du entweder den Schalter ganz oben auf Aus stellen (alle Apps deaktivieren) oder gezielt Apps ausschalten, die du nicht ständig im Hintergrund benötigst.
Methode 3: Hintergrundbilder (Diashow & Spotlight) ändern
Manchmal verursacht der Runtime Broker Probleme beim Indizieren von Bildern für den Sperrbildschirm oder den Desktop-Hintergrund.
- Gehe zu Einstellungen > Personalisierung.
- Wähle links Sperrbildschirm.
- Stelle den Hintergrund von „Windows-Blickpunkt“ oder „Diashow“ auf Bild um.
- Wiederhole dies unter dem Punkt Hintergrund, falls dort eine „Diashow“ eingestellt ist.
Methode 4: Den Runtime Broker über die Registry deaktivieren (Fortgeschritten)
Hinweis: Diese Methode sollte nur angewendet werden, wenn die anderen Schritte nicht helfen. Sie kann dazu führen, dass der Microsoft Store oder Store-Apps nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren.
- Drücke Windows-Taste + R, gib
regeditein und drücke Enter. - Navigiere zu folgendem Pfad:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\TimeBrokerSvc - Suche auf der rechten Seite den Eintrag Start.
- Doppelklicke darauf und ändere den Wert von
3auf4.- (3 = Manuell, 4 = Deaktiviert)
- Klicke auf OK und starte den PC neu.
Methode 5: Den Prozess im Task-Manager beenden
Wenn du eine schnelle (aber oft nur temporäre) Lösung suchst, kannst du den Prozess manuell stoppen.
- Drücke Strg + Umschalt + Esc, um den Task-Manager zu öffnen.
- Suche im Reiter „Prozesse“ nach Runtime Broker.
- Rechtsklicke darauf und wähle Task beenden.
- Windows wird den Prozess bei Bedarf automatisch neu starten, oft ohne den vorherigen Fehler.
Zusammenfassung & Tipps
- Virenscan: In seltenen Fällen kann sich Malware als Runtime Broker tarnen. Führe einen Scan mit dem Windows Defender oder einem anderen Antivirenprogramm durch.
- Updates: Stelle sicher, dass Windows 10 auf dem neuesten Stand ist (Einstellungen > Update & Sicherheit), da Microsoft oft Patches für solche Systemfehler veröffentlicht.
Hat eine dieser Methoden geholfen? Meistens ist die Methode 1 (Tipps deaktivieren) der Schlüssel zum Erfolg!