Tutorial: Fehlercode 43 bei USB-Geräten unter Windows 11 / 10 beheben

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du den Fehlercode 43 bei USB-Geräten unter Windows 10 und Windows 11 beheben kannst.


Der Fehlercode 43 ist eine allgemeine Meldung im Geräte-Manager, die besagt: "Dieses Gerät wurde angehalten, weil es Fehler gemeldet hat." Dies tritt häufig bei USB-Sticks, externen Festplatten, Mäusen oder Tastaturen auf. Meistens liegt es an Treiberproblemen oder Energieeinstellungen.

Hier sind die effektivsten Lösungen, Schritt für Schritt erklärt.


Schritt 1: Der klassische Neustart (Vollständig)

Bevor du tief in die Einstellungen gehst, probiere einen „harten“ Neustart:

  1. Trenne alle USB-Geräte vom Computer.
  2. Schalte den PC/Laptop komplett aus.
  3. Falls es ein Laptop ist: Ziehe das Netzteil ab und (falls möglich) entferne den Akku für 30 Sekunden.
  4. Schalte den PC wieder ein und schließe das USB-Gerät an einem anderen Port an (direkt am Mainboard, nicht an einem Hub).

Schritt 2: USB-Treiber im Geräte-Manager deinstallieren

Dies ist die häufigste Lösung, da Windows den Treiber so zwingt, sich neu zu initialisieren.

  1. Klicke mit der rechten Maustaste auf den Start-Button und wähle Geräte-Manager.
  2. Suche in der Liste nach dem Punkt USB-Controller (Universal Serial Bus controllers) und klappe ihn auf.
  3. Suche das Gerät, das mit einem gelben Ausrufezeichen markiert ist oder als „Unbekanntes USB-Gerät (Fehler beim Anfordern einer Gerätebeschreibung)“ angezeigt wird.
  4. Klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle Gerät deinstallieren.
  5. Bestätige den Vorgang.
  6. Klicke oben im Menü des Geräte-Managers auf Aktion -> Nach geänderter Hardware suchen.
  7. Windows installiert den Treiber nun automatisch neu.

Schritt 3: Energieverwaltung für USB-Hubs anpassen

Windows schaltet USB-Ports manchmal aus, um Strom zu sparen, was zu Code 43 führen kann.

  1. Öffne wieder den Geräte-Manager.
  2. Gehe zu USB-Controller.
  3. Suche nach USB-Root-Hub (oder USB-Stammhub). Falls mehrere vorhanden sind, wiederhole dies für alle.
  4. Rechtsklick auf den Hub -> Eigenschaften.
  5. Gehe zum Reiter Energieverwaltung.
  6. Entferne den Haken bei: „Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen“.
  7. Klicke auf OK und starte den PC neu.

Schritt 4: Selektives USB-Energiesparen deaktivieren

Zusätzlich zur Geräte-Einstellung gibt es eine globale Windows-Einstellung.

  1. Drücke die Windows-Taste und tippe Energiesparplan bearbeiten ein. Öffne das Ergebnis.
  2. Klicke auf Erweiterte Energieeinstellungen ändern.
  3. Suche in der Liste nach USB-Einstellungen -> Einstellung für selektives USB-Energiesparen.
  4. Stelle den Status auf Deaktiviert (sowohl im Akkubetrieb als auch im Netzbetrieb).
  5. Klicke auf Übernehmen und OK.

Schritt 5: Vorherigen Treiber wiederherstellen (Rollback)

Wenn der Fehler nach einem Windows-Update aufgetreten ist, hilft oft ein Rollback.

  1. Öffne den Geräte-Manager.
  2. Rechtsklick auf das fehlerhafte Gerät -> Eigenschaften.
  3. Gehe zum Reiter Treiber.
  4. Klicke auf Vorheriger Treiber (falls die Option ausgegraut ist, gibt es keine Sicherung des alten Treibers).

Schritt 6: Windows-Problembehandlung nutzen

Windows hat ein eingebautes Tool für Hardware-Probleme.

  1. Drücke Windows-Taste + R, tippe cmd ein und drücke Enter.
  2. Gib folgenden Befehl ein: msdt.exe -id DeviceDiagnostic
  3. Ein Fenster öffnet sich. Klicke auf Weiter und folge den Anweisungen. Windows versucht nun, Hardwarefehler automatisch zu reparieren.

Schritt 7: BIOS/UEFI-Update oder Chipsatz-Treiber

Wenn keine der oben genannten Lösungen hilft, könnte ein veralteter Chipsatz-Treiber das Problem sein.

  • Besuche die Website deines Mainboard-Herstellers (z. B. ASUS, MSI, Gigabyte) oder Laptop-Herstellers (Dell, HP, Lenovo).
  • Lade die neuesten Chipsatz-Treiber (Chipset Drivers) für dein Modell herunter und installiere sie.
  • Prüfe auch, ob ein BIOS/UEFI-Update verfügbar ist, das USB-Kompatibilitätsprobleme behebt.

Was, wenn nichts hilft?

Wenn der Fehlercode 43 weiterhin besteht, nachdem du diese Schritte an verschiedenen PCs ausprobiert hast, ist das USB-Gerät selbst (Hardware) höchstwahrscheinlich defekt. Ein physischer Defekt am Controller des USB-Sticks oder der Festplatte lässt sich leider nicht per Software beheben.

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