Tutorial: DNS-Client Start/Stopp Optionen ausgegraut in Windows 11 – so fixst du es

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Hier ist ein detailliertes Tutorial, wie du das Problem löst, wenn die Start- und Stopp-Optionen des DNS-Client-Dienstes in Windows 11 ausgegraut sind.


In Windows 11 (und auch Windows 10) ist der DNS-Client-Dienst standardmäßig so konfiguriert, dass er nicht über die Benutzeroberfläche services.msc (Dienste) gestoppt oder geändert werden kann. Dies liegt daran, dass der Dienst für die Systemstabilität und die Internetverbindung entscheidend ist.

Wenn du den Dienst dennoch aktivieren, deaktivieren oder neu starten musst, hilft nur der Weg über die Windows-Registrierung (Registry).

Sicherheitshinweis vorab

Die Bearbeitung der Registry kann bei Fehlern das System instabil machen. Es wird empfohlen, vorab einen Wiederherstellungspunkt zu erstellen oder ein Backup der Registry zu exportieren.


Schritt 1: Den Registrierungs-Editor öffnen

  1. Drücke die Tastenkombination Windows-Taste + R.
  2. Gib im Ausführen-Dialog regedit ein und drücke die Enter-Taste.
  3. Bestätige die Benutzerkontensteuerung mit Ja.

Schritt 2: Zum DNS-Client Pfad navigieren

Kopiere den folgenden Pfad und füge ihn oben in die Adressleiste des Registrierungs-Editors ein (oder navigiere manuell dorthin):

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Dnscache

Schritt 3: Den Start-Typ ändern

Im rechten Fensterbereich findest du einen Eintrag namens Start. Dieser Wert bestimmt, wie der Dienst gestartet wird.

  1. Mache einen Doppelklick auf "Start".
  2. Ändere den Wert im Feld „Wert“ (Value data) entsprechend deinem Wunsch:
    • 2 = Automatisch (Standardeinstellung)
    • 3 = Manuell
    • 4 = Deaktiviert
  3. Klicke auf OK.

Schritt 4: Die Berechtigungen anpassen (optional, falls "Start" nicht änderbar ist)

Solltest du beim Ändern des Wertes eine Fehlermeldung erhalten, musst du die Berechtigungen für diesen Ordner anpassen:

  1. Rechtsklick auf den Ordner Dnscache in der linken Spalte.
  2. Wähle Berechtigungen....
  3. Klicke auf Erweitert.
  4. Klicke oben bei „Besitzer“ auf Ändern.
  5. Gib in das Feld deinen Windows-Benutzernamen ein, klicke auf Namen überprüfen und dann auf OK.
  6. Setze einen Haken bei „Besitzer der Untercontainer und Objekte ersetzen“ und klicke auf Übernehmen.
  7. Wähle in der Liste der Berechtigungseinträge „Administratoren“ aus und stelle sicher, dass sie Vollzugriff haben.

Schritt 5: Computer neu starten

Damit die Änderungen in der Registry wirksam werden, musst du deinen PC neu starten. Nach dem Neustart wird der DNS-Client-Dienst mit dem von dir gewählten Status (z. B. deaktiviert oder automatisch) ausgeführt.


Alternative: DNS-Cache per CMD leeren (Oft der eigentliche Grund)

Oft wollen Nutzer den DNS-Dienst nur stoppen, um den Cache zu leeren. Das kannst du viel einfacher ohne Registry-Eingriff über die Eingabeaufforderung tun:

  1. Suche im Startmenü nach cmd.
  2. Rechtsklick auf Eingabeaufforderung -> Als Administrator ausführen.
  3. Gib folgenden Befehl ein: ipconfig /flushdns
  4. Drücke Enter. Der Cache ist nun geleert, ohne dass der Dienst beendet werden musste.

Warum ist die Option überhaupt ausgegraut?

Microsoft hat diese Option gesperrt, da viele moderne Windows-Funktionen (wie der Microsoft Store, Windows Update und Edge) ohne den DNS-Cache-Dienst nicht korrekt funktionieren. Wenn der Dienst deaktiviert ist, kann es vorkommen, dass Webseiten sehr langsam laden oder gar keine Verbindung zum Internet hergestellt werden kann, obwohl das WLAN/LAN aktiv ist.

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