Fehlerbehebung: Option „Inhalt verschlüsseln, um Daten zu schützen“ ausgegraut in Windows 10

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du das Problem behebst, wenn die Option „Inhalt verschlüsseln, um Daten zu schützen“ (EFS) in Windows 10 ausgegraut ist.

Die EFS-Verschlüsselung (Encrypting File System) ist ein nützliches Werkzeug, um einzelne Dateien und Ordner zu schützen. Wenn die Option jedoch in den Eigenschaften eines Ordners unter „Erweitert“ ausgegraut ist, kann das verschiedene Ursachen haben.

Hier sind die Lösungen, sortiert von der häufigsten Ursache bis hin zu tiefergehenden Systemänderungen.


Schritt 1: Überprüfe deine Windows-Edition

Dies ist der häufigste Grund. Die EFS-Verschlüsselung ist nicht in Windows 10 Home verfügbar. Sie ist den Versionen Pro, Enterprise und Education vorbehalten.

  1. Drücke Windows-Taste + Pause/Untbr oder gehe zu Einstellungen > System > Info.
  2. Schau unter Windows-Spezifikationen nach der Edition.
  3. Wenn dort Windows 10 Home steht, ist die Funktion von Microsoft deaktiviert und kann nicht nativ freigeschaltet werden. Du müsstest auf die Pro-Version upgraden oder Drittanbieter-Software (wie VeraCrypt) nutzen.

Schritt 2: Verschlüsselung über die Eingabeaufforderung (CMD) aktivieren

Oft ist die Verschlüsselungsfunktion im System schlichtweg deaktiviert. Dies kannst du mit einem Befehl beheben.

  1. Klicke auf Start und tippe cmd ein.
  2. Klicke mit der rechten Maustaste auf „Eingabeaufforderung“ und wähle Als Administrator ausführen.
  3. Gib den folgenden Befehl ein und drücke Enter: fsutil behavior set disableencryption 0
  4. Starte deinen Computer neu und prüfe, ob die Option nun verfügbar ist.

Schritt 3: Den Registrierungs-Editor (Regedit) verwenden

Falls der Befehl oben nicht geholfen hat, kannst du den Wert direkt in der Registry ändern.

  1. Drücke Windows-Taste + R, tippe regedit ein und drücke Enter.
  2. Navigiere zu folgendem Pfad: HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\FileSystem
  3. Suche auf der rechten Seite nach dem Eintrag NtfsDisableEncryption.
  4. Falls der Eintrag nicht existiert: Rechtsklick im leeren Bereich -> Neu -> DWORD-Wert (32-Bit) und nenne ihn NtfsDisableEncryption.
  5. Doppelklicke auf NtfsDisableEncryption und setze den Wert auf 0.
  6. Starte den PC neu.

Schritt 4: Den EFS-Dienst starten

Manchmal ist der notwendige Hintergrunddienst deaktiviert oder auf „Manuell“ gesetzt und startet nicht automatisch.

  1. Drücke Windows-Taste + R, tippe services.msc ein und drücke Enter.
  2. Suche in der Liste nach Verschlüsselndes Dateisystem (EFS).
  3. Doppelklicke darauf.
  4. Stelle den Starttyp auf Automatisch.
  5. Klicke auf Starten, falls der Dienst beendet ist.
  6. Klicke auf OK und starte den PC neu.

Schritt 5: Dateisystem überprüfen

EFS funktioniert nur auf NTFS-formatierten Laufwerken. Wenn dein USB-Stick oder deine Festplatte in FAT32 oder exFAT formatiert ist, wird die Option immer ausgegraut sein.

  1. Mache einen Rechtsklick auf das betroffene Laufwerk im Explorer.
  2. Wähle Eigenschaften.
  3. Überprüfe bei Dateisystem, ob dort NTFS steht.
  4. Falls dort FAT32 steht, musst du das Laufwerk zu NTFS konvertieren (Achtung: Dabei können Daten verloren gehen, wenn man formatiert – Backup machen!).

Zusammenfassung

In den meisten Fällen liegt es an der Windows 10 Home Edition. Wenn du jedoch die Pro-Version nutzt, hilft fast immer Schritt 2 (fsutil) oder Schritt 3 (Registry).

Hinweis: Wenn du Dateien mit EFS verschlüsselst, erstelle unbedingt ein Backup deines Verschlüsselungszertifikats! Wenn du Windows neu installierst oder dein Passwort vergisst, hast du ohne dieses Zertifikat absolut keinen Zugriff mehr auf deine Daten.

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