Fehlerbehebung: „Die Datenträgerstruktur ist beschädigt und nicht lesbar“
Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du den Windows-Fehler „Die Datenträgerstruktur ist beschädigt und nicht lesbar“ beheben kannst.
Dieser Fehler tritt meistens bei externen Festplatten, USB-Sticks oder SD-Karten auf. Er bedeutet, dass Windows nicht mehr auf das Dateisystem des Datenträgers zugreifen kann. Dies kann durch unsachgemäßes Abziehen, Dateisystemfehler oder physische Defekte verursacht werden.
Inhaltsverzeichnis:
- Einfache Hardware-Checks
- Methode 1: CHKDSK (Dateisystem-Reparatur)
- Methode 2: Treiber im Geräte-Manager neu installieren
- Methode 3: Datenträger formatieren (Letzter Ausweg)
- Tipps zur Datenrettung
Schritt 1: Einfache Hardware-Checks
Bevor wir zu Software-Lösungen greifen, stelle sicher, dass kein einfaches Hardware-Problem vorliegt:
- Anderer USB-Port: Schließe das Gerät an einen anderen USB-Anschluss an (vorzugsweise direkt am Mainboard, nicht am Gehäuse-Panel).
- Anderes Kabel: Tausche das USB-Kabel aus.
- Anderer PC: Teste den Datenträger an einem anderen Computer. Wenn er dort funktioniert, liegt das Problem an deinem PC.
Methode 1: CHKDSK über die Eingabeaufforderung (Empfohlen)
Dies ist die effektivste Methode, um logische Fehler im Dateisystem zu reparieren, ohne Daten zu löschen.
- Drücke die Windows-Taste und tippe cmd ein.
- Klicke mit der rechten Maustaste auf „Eingabeaufforderung“ und wähle Als Administrator ausführen.
- Gib im schwarzen Fenster folgenden Befehl ein:
chkdsk X: /f(Ersetze das X durch den Laufwerksbuchstaben deiner defekten Festplatte). - Drücke Enter.
- Windows prüft nun das Dateisystem und versucht, beschädigte Strukturen zu reparieren. Wenn die Meldung erscheint, dass das Volume gerade verwendet wird, bestätige mit J (Ja) und starte den PC neu.
Methode 2: Treiber im Geräte-Manager neu installieren
Manchmal ist ein fehlerhafter Treiber die Ursache für die Fehlermeldung.
- Mache einen Rechtsklick auf das Start-Symbol und wähle Geräte-Manager.
- Erweitere den Punkt Laufwerke.
- Suche das betroffene Gerät (z. B. "USB Disk" oder den Namen deiner Festplatte).
- Klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle Gerät deinstallieren. Bestätige den Vorgang.
- Ziehe den USB-Stick oder die Festplatte ab.
- Starte deinen Computer neu und schließe das Gerät wieder an. Windows installiert den Treiber nun automatisch neu.
Methode 3: Datenträger formatieren (Achtung: Datenverlust!)
Wenn CHKDSK nicht hilft, ist das Dateisystem vermutlich so stark beschädigt, dass es neu erstellt werden muss. Dabei werden alle Daten auf dem Laufwerk gelöscht.
- Drücke Windows + X und wähle die Datenträgerverwaltung.
- Suche in der Liste dein beschädigtes Laufwerk (oft als „RAW“ oder „Nicht zugeordnet“ markiert).
- Klicke mit der rechten Maustaste auf die Partition des Laufwerks und wähle Formatieren.
- Wähle ein Dateisystem (meist NTFS für Festplatten oder exFAT/FAT32 für USB-Sticks).
- Setze den Haken bei Schnellformatierung durchführen und klicke auf OK.
Was tun, wenn die Daten wichtig sind?
Falls die oben genannten Schritte (außer Formatieren) nicht helfen, deine Daten aber extrem wichtig sind, solltest du vor dem Formatieren eine Datenrettungssoftware nutzen.
- Empfohlene Tools: Recuva (kostenlos), TestDisk (für Fortgeschrittene) oder EaseUS Data Recovery Wizard.
- Vorgehen: Diese Programme können oft Daten von „RAW“-Laufwerken lesen, auch wenn Windows den Zugriff verweigert.
Zusammenfassung & Vorbeugung
- Sicher entfernen: Nutze immer die Funktion „Hardware sicher entfernen“, bevor du ein Laufwerk abziehst.
- Backups: Erstelle regelmäßig Sicherungskopien wichtiger Daten.
- Physischer Defekt: Wenn CHKDSK eine Fehlermeldung wie „Fehler beim Lesen der MFT“ ausgibt oder das Laufwerk seltsame Klick-Geräusche macht, ist die Hardware wahrscheinlich physisch defekt. In diesem Fall hilft nur ein professioneller Datenrettungsdienst.