Fehlerbehebung: „Die angegebenen Anmeldeinformationen reichen nicht aus“ bei Druckern unter Windows 11

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du den Fehler „Die angegebenen Anmeldeinformationen reichen nicht aus, um auf diesen Drucker zuzugreifen“ (englisch: The Credentials supplied are not sufficient) unter Windows 11 beheben kannst.


Dieser Fehler tritt häufig in Netzwerken auf, wenn du versuchst, eine Verbindung zu einem freigegebenen Drucker herzustellen. Ursache sind meist verschärfte Sicherheitsrichtlinien (nach den sogenannten „PrintNightmare“-Updates) oder falsch gespeicherte Netzwerk-Logins.

Hier sind die effektivsten Lösungen, Schritt für Schritt erklärt.


Methode 1: Anmeldeinformationen manuell im Windows-Tresor speichern

Oft scheitert die Verbindung, weil Windows versucht, sich mit deinem aktuellen Benutzerkonto am anderen PC anzumelden, dort aber andere Daten benötigt werden.

  1. Drücke die Windows-Taste und suche nach „Anmeldeinformationsverwaltung“. Öffne diese.
  2. Klicke auf den Reiter „Windows-Anmeldeinformationen“.
  3. Klicke auf „Windows-Anmeldeinformationen hinzufügen“.
  4. Gib unter Internet- oder Netzwerkadresse den Namen des PCs ein, an dem der Drucker hängt (z. B. \\Server-PC oder die IP-Adresse 192.168.1.50).
  5. Gib den Benutzernamen und das Passwort ein, das auf dem Ziel-PC gültig ist.
  6. Klicke auf OK und starte deinen PC neu. Versuche dann erneut, den Drucker zu verbinden.

Methode 2: Registrierungs-Editor (Registry-Fix)

Dies ist die häufigste Lösung für Probleme, die durch Windows-Sicherheitsupdates verursacht wurden (RPC-Authentifizierungsebene).

  1. Drücke Windows + R, gib regedit ein und drücke Enter.
  2. Navigiere zu folgendem Pfad: HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Print
  3. Klicke mit der rechten Maustaste in das rechte Fensterfeld und wähle Neu -> DWORD-Wert (32-Bit).
  4. Benenne den neuen Wert exakt so: RpcAuthnLevelPrivacyEnabled
  5. Doppelklicke auf den neuen Wert und stelle sicher, dass der Wert auf 0 steht.
  6. Starte deinen Computer neu.

Methode 3: Drucker über die IP-Adresse hinzufügen

Manchmal hilft es, den Standard-Installationsdialog zu umgehen und den Drucker direkt über seine IP-Adresse anzusprechen.

  1. Öffne die Einstellungen (Windows + I) -> Bluetooth & Geräte -> Drucker & Scanner.
  2. Klicke auf Gerät hinzufügen und warte kurz, bis der Link „Der gewünschte Drucker ist nicht aufgelistet“ erscheint. Klicke auf Manuell hinzufügen.
  3. Wähle die Option „Freigegebenen Drucker über den Namen auswählen“.
  4. Gib die Adresse im Format \\IP-Adresse\Freigabename ein (z.B. \\192.168.1.50\MeinDrucker).
  5. Wenn du nun nach Anmeldedaten gefragt wirst, gib die Daten des Host-PCs ein.

Methode 4: Gruppenrichtlinien anpassen (Nur für Windows 11 Pro/Enterprise)

Wenn du Windows 11 Pro nutzt, können die „Point-and-Print“-Einschränkungen die Ursache sein.

  1. Drücke Windows + R, gib gpedit.msc ein und drücke Enter.
  2. Navigiere zu: Computerkonfiguration -> Administrative Vorlagen -> Drucker
  3. Suche rechts den Eintrag „Point-and-Print-Einschränkungen“.
  4. Doppelklicke darauf und setze ihn auf Deaktiviert.
  5. Suche im selben Verzeichnis nach „Point-and-Print-Beschränkungen auf neue Server einschränken“ und setze auch dies auf Deaktiviert.
  6. Klicke auf Übernehmen und starte den PC neu.

Methode 5: Den Druckwarteschlange-Dienst neu starten

Manchmal „verhakt“ sich der Dienst, der für die Kommunikation mit Druckern zuständig ist.

  1. Drücke Windows + R, gib services.msc ein und drücke Enter.
  2. Suche in der Liste nach „Druckwarteschlange“ (Print Spooler).
  3. Klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle Neu starten.

Zusammenfassung / Tipp:

Wenn das Problem in einem Firmennetzwerk auftritt, liegt es oft daran, dass Microsoft seit 2021 Administratorrechte für die Installation von Druckertreibern erzwingt. In diesem Fall hilft meist Methode 2 (Registry) am besten, da sie die strenge Prüfung der Authentifizierungsebene lockert.

Hinweis: Die Änderung in der Registry (Methode 2) sollte nur in vertrauenswürdigen Heimnetzwerken durchgeführt werden, da sie eine Sicherheitsfunktion lockert, die vor bösartigen Druckertreibern schützen soll.

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