Windows 10: Netzwerk-Anmeldeinformationen fixen oder deaktivieren – Ein Leitfaden
Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du Netzwerk-Anmeldeinformationen (Network Credentials) in Windows 10 verwalten, korrigieren oder komplett deaktivieren kannst.
Wenn du versuchst, auf einen anderen Computer, einen Server oder ein NAS-Laufwerk im Netzwerk zuzugreifen, fragt Windows oft nach Benutzername und Kennwort. Manchmal sind diese Daten veraltet, falsch oder die ständige Abfrage nervt.
Dieses Tutorial zeigt dir drei Wege:
- Fixen: Vorhandene Daten korrigieren oder aktualisieren.
- Deaktivieren: Die Passwortabfrage im lokalen Netzwerk komplett abschalten.
- Löschen: Alte Einträge entfernen, die Probleme verursachen.
Teil 1: Netzwerk-Anmeldeinformationen korrigieren (Credential Manager)
Wenn Windows dich immer wieder nach einem Passwort fragt, obwohl du es eingegeben hast, ist oft ein falscher Eintrag im „Tresor“ von Windows schuld.
- Drücke die Windows-Taste und tippe „Anmeldeinformationsverwaltung“ ein. Öffne das Programm.
- Klicke auf die Schaltfläche „Windows-Anmeldeinformationen“.
- Suche unter dem Punkt „Generische Anmeldeinformationen“ nach der IP-Adresse oder dem Namen des Netzwerkgeräts, das Probleme macht.
- Klicke auf den kleinen Pfeil daneben.
- Wähle „Bearbeiten“, um das Passwort zu aktualisieren, oder „Entfernen“, um den Eintrag komplett zu löschen (beim nächsten Zugriff wirst du dann neu gefragt).
- Starte den PC neu.
Teil 2: Passwortabfrage im Netzwerk deaktivieren
Wenn du in einem vertrauenswürdigen Heimnetzwerk bist und nicht möchtest, dass andere PCs nach einem Passwort gefragt werden, wenn sie auf deine Freigaben zugreifen, kannst du den Schutz deaktivieren.
Wichtig: Dies verringert die Sicherheit in deinem Netzwerk!
- Drücke Windows-Taste + I, um die Einstellungen zu öffnen.
- Gehe zu Netzwerk und Internet > Status.
- Klicke auf Netzwerk- und Freigabecenter.
- Wähle links den Punkt „Erweiterte Freigabeeinstellungen ändern“.
- Klappe den Reiter „Alle Netzwerke“ (ganz unten) aus.
- Suche den Abschnitt „Kennwortgeschütztes Freigeben“ und wähle „Kennwortgeschütztes Freigeben ausschalten“.
- Klicke auf „Änderungen speichern“.
Teil 3: Automatische Anmeldung erzwingen (Netplwiz)
Falls Windows dich bei jedem Start nach deinem eigenen Passwort fragt, bevor du überhaupt ins Netzwerk kommst, kannst du die automatische Anmeldung aktivieren:
- Drücke Windows-Taste + R, gib
netplwizein und drücke Enter. - Wähle deinen Benutzernamen aus.
- Entferne den Haken bei „Benutzer müssen Benutzernamen und Kennwort eingeben“.
- Hinweis: Falls dieser Haken fehlt, musst du in den Windows-Einstellungen unter „Konten“ > „Anmeldeoptionen“ die Option „Windows Hello-Anmeldung für Microsoft-Konten anfordern“ deaktivieren.
- Klicke auf „Übernehmen“ und gib dein aktuelles Passwort zur Bestätigung ein.
Teil 4: Problemlösung via Eingabeaufforderung (CMD)
Manchmal „verhakt“ sich Windows bei aktiven Netzwerkverbindungen. So setzt du sie zurück:
- Suche nach „cmd“, mache einen Rechtsklick darauf und wähle „Als Administrator ausführen“.
- Gib folgenden Befehl ein, um alle bestehenden Netzwerkverbindungen zu trennen:
net use * /delete - Bestätige mit J (für Ja).
- Jetzt kannst du versuchen, das Netzlaufwerk neu zu verbinden. Wenn du nach den Daten gefragt wirst, setze unbedingt den Haken bei „Anmeldedaten speichern“.
Profi-Tipp: Den richtigen Benutzernamen verwenden
Wenn du dich mit einem anderen Windows-PC verbindest, versuche folgende Formate für den Benutzernamen, falls es nicht klappt:
Name-Des-Ziel-PCs\Benutzername.\Benutzername(das.\sagt Windows, dass es einen lokalen Account auf dem Zielgerät nutzen soll).
Zusammenfassung
- Nutze die Anmeldeinformationsverwaltung, um Passwörter zu korrigieren.
- Nutze die Erweiterten Freigabeeinstellungen, um die Abfrage für andere im Netzwerk zu stoppen.
- Nutze
net use, wenn gar nichts mehr geht und du die Verbindungen resetten musst.