DaVinci Resolve 19: Videos in bester Qualität exportieren – Das ultimative Tutorial

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Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du deine Videos in DaVinci Resolve 19 in der bestmöglichen Qualität exportierst – optimiert für YouTube, Social Media oder dein Archiv.


DaVinci Resolve ist ein mächtiges Werkzeug, aber die falschen Export-Einstellungen können dein scharfes Material matschig aussehen lassen. In dieser Anleitung lernst du, wie du die "Deliver"-Seite (Ausgabe) richtig nutzt.

Schritt 1: Die "Deliver" Page öffnen

Nachdem du deinen Schnitt und dein Color Grading abgeschlossen hast, klicke unten in der Menüleiste auf das Raketen-Symbol (Deliver).

Schritt 2: Die Render-Einstellungen (Custom Export)

Anstatt die vorgefertigten Presets (wie das YouTube-Preset) zu verwenden, nutzen wir "Custom Export", um die volle Kontrolle über die Qualität zu haben.

1. Datei-Name und Speicherort

  • File Name: Gib deinem Video einen Namen.
  • Location: Wähle über "Browse" den Ordner aus, in dem das Video gespeichert werden soll.

2. Video-Einstellungen (Der wichtigste Teil)

Stelle sicher, dass der Tab "Video" ausgewählt ist und setze folgende Parameter:

  • Format: Wähle QuickTime oder MP4. (QuickTime ist oft stabiler bei hohen Bitraten).
  • Codec:
    • Für maximale Kompatibilität und Qualität: H.265 (HEVC).
    • H.265 ist effizienter als H.264 und liefert bei gleicher Dateigröße eine bessere Qualität.
  • Encoder: Wenn du eine NVIDIA- oder AMD-Grafikkarte hast, wähle NVIDIA oder AMD (Hardware-Beschleunigung). Wähle ansonsten Native.
  • Resolution (Auflösung): Wähle die Auflösung deines Projekts (z. B. 3840 x 2160 Ultra HD für 4K).
    • Pro-Tipp: Exportiere 1080p-Projekte testweise in 4K (hochskalieren), da YouTube 4K-Videos einen besseren Codec (VP9) zuweist.
  • Frame Rate: Belasse diese Einstellung so, wie du dein Projekt gefilmt hast (z. B. 24, 25, 30 oder 60 fps).

3. Quality (Bitrate) – Der Schlüssel zur Schärfe

Hier entscheiden viele über "Hopp oder Top".

  • Wähle "Restrict to" (Begrenzen auf), anstatt "Automatic".
  • Richtwerte für exzellente Qualität:
    • 4K (24-30 fps): 60.000 – 80.000 Kb/s
    • 4K (50-60 fps): 100.000 – 120.000 Kb/s
    • 1080p (24-60 fps): 20.000 – 30.000 Kb/s
  • Rate Control: "Constant Bitrate" (CBR) liefert die stabilste Qualität, führt aber zu größeren Dateien.

4. Advanced Settings (Fortgeschrittene Einstellungen)

Klicke auf das kleine Dreieck bei "Advanced Settings":

  • Color Space Tag & Gamma Tag: Wenn du nicht sicher bist, lasse es auf "Same as Project". Wenn du für YouTube in Rec.709 arbeitest, kannst du hier manuell Rec.709 und Gamma 2.4 (oder Rec.709-A für Mac-Nutzer) wählen.
  • Häkchen setzen bei:
    • "Force sizing to highest quality"
    • "Force debayer to highest quality"
    • Diese Optionen stellen sicher, dass Resolve beim Skalieren die maximale Rechenpower für die Bildqualität nutzt.

Schritt 3: Audio-Einstellungen

Klicke oben auf den Tab "Audio":

  • Codec: AAC oder Linear PCM (PCM bietet unkomprimierte Studio-Qualität).
  • Sample Rate: 48.000 Hz.
  • Bit Depth: 24 (wenn verfügbar).

Schritt 4: Den Render-Vorgang starten

  1. Klicke unten auf den Button "Add to Render Queue". Dein Auftrag erscheint nun rechts in der Liste.
  2. Klicke in der Render-Liste auf "All Render" (oder "Render All").
  3. Lehn dich zurück und warte, bis DaVinci Resolve dein Video fertiggestellt hat.

Zusammenfassung für den "Best Quality" Workflow:

  • Format: MP4 / QuickTime
  • Codec: H.265
  • Bitrate: 80.000 Kb/s (für 4K)
  • Häkchen: "Force sizing/debayer to highest quality" aktivieren.

Mit diesen Einstellungen verhinderst du Kompressionsartefakte (Pixelmatsch in dunklen Bereichen) und stellst sicher, dass deine Zuschauer dein Video genau so sehen, wie du es in DaVinci Resolve bearbeitet hast!

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