Daten zum Datenmodell in Power Pivot hinzufügen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du Daten zum Datenmodell in Power Pivot hinzufügen kannst.
Power Pivot ist ein leistungsstarkes Add-In für Excel, mit dem du große Datenmengen analysieren und komplexe Datenmodelle erstellen kannst. Der erste Schritt besteht immer darin, Daten aus verschiedenen Quellen in das „Datenmodell“ zu laden.
Es gibt drei gängige Wege, dies zu tun.
1. Vorbereitung: Power Pivot aktivieren
Bevor du startest, stelle sicher, dass die Registerkarte Power Pivot in deinem Excel-Menüband sichtbar ist.
- Gehe auf Datei > Optionen.
- Wähle Add-Ins.
- Wähle unten bei „Verwalten“ den Punkt COM Add-Ins aus und klicke auf Los....
- Setze einen Haken bei Microsoft Power Pivot for Excel und bestätige mit OK.
Methode A: Daten aus bestehenden Excel-Tabellen hinzufügen
Dies ist der einfachste Weg, wenn sich deine Daten bereits in deiner aktuellen Excel-Arbeitsmappe befinden.
- Als Tabelle formatieren: Markiere deinen Datenbereich und drücke
Strg + T(oder Start > Als Tabelle formatieren). Das ist zwingend erforderlich, damit Power Pivot die Daten erkennt. - Tabelle benennen: Klicke in die Tabelle, gehe zum Reiter Tabellenentwurf und gib ihr links oben einen aussagekräftigen Namen (z. B.
Umsatzdaten). - Hinzufügen: Gehe zum Reiter Power Pivot und klicke auf die Schaltfläche Zu Datenmodell hinzufügen.
- Ergebnis: Das Power Pivot-Fenster öffnet sich automatisch und zeigt deine Tabelle im Datenmodell an.
Methode B: Daten aus externen Quellen importieren (Power Pivot Fenster)
Du kannst Daten direkt aus Datenbanken (SQL, Access) oder anderen Dateien importieren, ohne sie vorher in ein Excel-Arbeitsblatt zu laden.
- Klicke im Reiter Power Pivot auf Verwalten. Ein neues Fenster öffnet sich.
- Klicke im neuen Fenster auf den Reiter Start und wähle Externe Daten abrufen.
- Wähle deine Quelle:
- Aus Datenbank: Für SQL Server oder Access.
- Aus anderen Quellen: Hier findest du Textdateien (CSV), Excel-Dateien oder Azure.
- Folge dem Import-Assistenten, wähle die Tabellen aus und klicke auf Fertig stellen.
Methode C: Über Power Query (Empfohlener Standard)
Dies ist heutzutage der professionellste Weg, da du die Daten beim Importieren direkt bereinigen kannst.
- Gehe in Excel zum Reiter Daten > Daten abrufen.
- Wähle deine Quelle (z. B. Aus Datei > Aus Text/CSV).
- Ein Vorschaufenster öffnet sich. Klicke nicht direkt auf „Laden“, sondern auf den kleinen Pfeil neben Laden und wähle Laden in....
- Im nun erscheinenden Dialog „Daten importieren“:
- Wähle (optional) „Nur Verbindung erstellen“, wenn du die Daten nicht im Excel-Blatt sehen willst.
- WICHTIG: Setze unten den Haken bei Dem Datenmodell diese Daten hinzufügen.
- Klicke auf OK.
Wie überprüfe ich die Daten im Modell?
Sobald du Daten hinzugefügt hast, kannst du sie kontrollieren:
- Klicke auf Power Pivot > Verwalten.
- Unten im Fenster siehst du Reiter für jede Tabelle, die sich im Modell befindet.
- Rechts oben kannst du zwischen der Datenansicht (wie eine Tabelle) und der Diagrammansicht (zum Erstellen von Beziehungen zwischen Tabellen) umschalten.
Tipps für ein sauberes Datenmodell
- Aussagekräftige Namen: Benenne deine Tabellen sofort nach dem Import um, damit du später in Pivot-Tabellen weißt, woher die Felder kommen.
- Datentypen prüfen: Stelle im Power Pivot-Fenster sicher, dass Spalten mit Preisen als „Währung“ und Daten als „Datum“ formatiert sind.
- Nur Nötiges laden: Importiere nur die Spalten, die du wirklich für deine Analyse brauchst. Das spart Speicherplatz und macht das Modell schneller.
Glückwunsch! Du hast nun erfolgreich die Basis für komplexe Analysen und Beziehungen in Power Pivot geschaffen.