Anleitung: Belegte Ports in Windows 10 anzeigen und prüfen
Hier ist ein ausführliches Tutorial, wie du belegte Ports unter Windows 10 anzeigen und überprüfen kannst.
In der Netzwerktechnik sind Ports die Endpunkte, über die Programme Daten senden und empfangen. Manchmal kommt es zu Konflikten (z. B. wenn zwei Programme denselben Port nutzen wollen) oder man möchte aus Sicherheitsgründen wissen, welche Anwendungen „nach draußen“ kommunizieren.
Hier sind die drei effektivsten Methoden, um dies unter Windows 10 zu tun.
Methode 1: Über die Eingabeaufforderung (CMD)
Dies ist der schnellste Weg, um eine vollständige Liste aller aktiven Verbindungen und der dazugehörigen Prozess-IDs (PID) zu erhalten.
- Eingabeaufforderung öffnen: Drücke die
Windows-Taste, tippe cmd ein, klicke mit der rechten Maustaste auf das Ergebnis und wähle „Als Administrator ausführen“. - Befehl eingeben: Tippe den folgenden Befehl ein und drücke Enter:
netstat -ano-a: Zeigt alle Verbindungen und abhörenden Ports an.-n: Zeigt Adressen und Portnummern numerisch an.-o: Zeigt die zugehörige Prozess-ID (PID) an.
- Ergebnis lesen:
- Unter Lokale Adresse siehst du die Portnummer nach dem Doppelpunkt (z. B.
127.0.0.1:443). - Die Spalte PID ganz rechts ist entscheidend, um das Programm zu identifizieren.
- Unter Lokale Adresse siehst du die Portnummer nach dem Doppelpunkt (z. B.
Tipp: Wenn du einen bestimmten Port suchst (z. B. Port 80), nutze diesen Befehl:
netstat -ano | findstr :80
Methode 2: Den Ressourcenmonitor nutzen (Grafisch)
Wenn du lieber eine Benutzeroberfläche nutzt und direkt sehen möchtest, welches Programm (Name der .exe) den Port nutzt, ist der Ressourcenmonitor ideal.
- Drücke
Windows-Taste + R, tippe resmon ein und drücke Enter. - Klicke im Fenster auf den Reiter Netzwerk.
- Öffne den Unterpunkt Abhörende Ports (durch Klicken auf die kleine Leiste).
- Hier siehst du eine übersichtliche Tabelle mit:
- Datei: Name des Programms.
- Port: Die Portnummer.
- Protokoll: TCP oder UDP.
- Firewallstatus: Ob die Verbindung blockiert oder erlaubt ist.
Methode 3: Mit der Windows PowerShell
Die PowerShell bietet modernere Befehle, die oft einfacher zu lesen sind.
- Rechtsklick auf den Start-Button und Windows PowerShell (Administrator) wählen.
- Gib folgenden Befehl ein:
Get-NetTCPConnection -State Listen - Du erhältst eine Liste der Ports, die aktuell auf Verbindungen warten („Listen“). Wenn du zusätzlich den Namen des Programms sehen möchtest, kannst du dieses Skript nutzen:
Get-NetTCPConnection -State Listen | Select-Object LocalAddress, LocalPort, OwningProcess, State | Sort-Object LocalPort
Zusatz: Herausfinden, welches Programm zu einer PID gehört
Wenn du über Methode 1 (CMD) eine PID (z.B. 4120) gefunden hast, aber nicht weißt, welches Programm dahintersteckt:
- Drücke
Strg + Umschalt + Esc, um den Task-Manager zu öffnen. - Wechsle zum Reiter Details.
- Klicke auf die Spalte PID, um sie zu sortieren.
- Suche die Nummer aus deiner CMD-Liste. Jetzt siehst du den Namen der Anwendung, die den Port belegt.
Profi-Tipp: TCPView
Falls dir die Windows-eigenen Bordmittel nicht ausreichen, bietet Microsoft (über die Sysinternals Suite) das kostenlose Tool TCPView an. Es zeigt alle Netzwerkaktivitäten in Echtzeit an und erlaubt es, Prozesse direkt per Rechtsklick zu beenden.
- Download: Microsoft Learn - TCPView