Wieso zeigt GPU-Z bei einer neuen GPU kein korrektes Modell an?
- Einführung
- Aktualität der Software
- Datenbank- und Erkennungsmethoden
- Beta-Hardware oder Vorserienmodelle
- Treiber- und BIOS-Einfluss
- Unterschiede bei OEM- und Custom-Modellen
- Fazit
Einführung
GPU-Z ist ein beliebtes Tool zur Identifikation und Analyse von Grafikkarten. Es liest Hardware-Informationen direkt aus der Grafikkarte aus, um Nutzern Details wie Modell, GPU-Chipsatz, Taktraten, Speicher und vieles mehr bereitzustellen. Wenn GPU-Z bei einer neuen Grafikkarte jedoch kein korrektes Modell anzeigt, kann das verschiedene Ursachen haben.
Aktualität der Software
Eine der häufigsten Gründe dafür ist, dass die aktuelle Version von GPU-Z die neue GPU noch nicht vollständig unterstützt. Besonders bei brandneuen Modellen, die erst kürzlich auf den Markt gekommen sind, benötigt das Tool oft ein Update, um die spezifischen Identifikatoren der GPU korrekt zu erkennen und anzuzeigen. Hersteller und Entwickler von GPU-Z veröffentlichen regelmäßig neue Versionen, in denen neue Karten und Chipsätze hinzugefügt werden.
Datenbank- und Erkennungsmethoden
GPU-Z nutzt eine interne Datenbank, um anhand von Device-IDs und Subsystem-IDs die genaue Modellbezeichnung zu ermitteln. Wenn ein neues Modell noch nicht in dieser Datenbank eingetragen ist, wird die GPU meist nur generisch als Unknown oder mit einer unvollständigen Bezeichnung angezeigt. Die Hardware selbst sendet zwar gültige Identifikationen, aber ohne passende Referenzdaten kann das Programm diese nicht korrekt zuordnen.
Beta-Hardware oder Vorserienmodelle
Bei Vorabversionen von Grafikkarten, die vielleicht als Testmuster oder Beta-Hardware eingesetzt werden, können ebenfalls Probleme auftreten. Solche Karten haben manchmal Firmware oder Hardware-IDs, die sich noch ändern oder nicht endgültig registriert sind. Dadurch erkennt GPU-Z das Modell nicht korrekt, da die endgültigen Identifikatoren noch nicht festgelegt oder bekannt sind.
Treiber- und BIOS-Einfluss
Ein weiterer Faktor kann auch der installierte Grafikkartentreiber oder das BIOS der Karte sein. In manchen Fällen kommunizieren veraltete oder inkompatible Treiber nicht ideal mit Tools wie GPU-Z. Ebenso kann eine veraltete oder falsch konfigurierte VBIOS-Version dazu führen, dass Hardwareinformationen unvollständig oder fehlerhaft ausgelesen werden.
Unterschiede bei OEM- und Custom-Modellen
Manche Grafikkartenvarianten, insbesondere OEM-Versionen oder individuell angepasste Modelle von Herstellern wie ASUS, MSI oder Gigabyte, besitzen unterschiedliche Subsystem-IDs, die möglicherweise nicht in der Datenbank von GPU-Z hinterlegt sind. Dies kann zur Folge haben, dass das Tool zwar die GPU-Familie erkennt, aber nicht das exakte Modell korrekt benennt.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass GPU-Z bei einer neuen Grafikkarte oft kein korrektes Modell anzeigt, weil die Software die neue Hardware noch nicht in ihrer Datenbank hat oder die Karte spezielle, noch nicht erfasste Identifikatoren verwendet. Ein Update der Software, des Treibers sowie gegebenenfalls des BIOS kann dieses Problem oft lösen. Bis dahin zeigt das Tool häufig eine generische oder unvollständige Beschreibung der GPU an.
