Wie werden Scrollmaps in Crazy Egg generiert und warum fehlen manchmal Scroll-Daten?

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  1. Generierung von Scrollmaps in Crazy Egg
  2. Technische Funktionsweise der Erfassung
  3. Gründe für fehlende Scroll-Daten

Generierung von Scrollmaps in Crazy Egg

Crazy Egg erstellt Scrollmaps, indem es das Verhalten der Nutzer auf einer Webseite verfolgt und analysiert. Hierzu wird auf der Zielseite ein kleines JavaScript-Snippet eingebunden, das während des Besuchs der Seite aktiv ist. Dieses Script registriert kontinuierlich, wie weit nach unten die einzelnen Nutzer scrollen. Dabei wird erfasst, welcher Bereich der Webseite von wie vielen Besuchern gesehen wurde. Die Daten werden in Echtzeit oder nach Abschluss der Sitzung an die Server von Crazy Egg gesendet. Dort werden sie aggregiert und visualisiert. Das Ergebnis ist eine sogenannte Scrollmap, welche meist farblich codiert darstellt, in welchem Abschnitt der Seite besonders viele Besucher verweilen und bis zu welcher Position gescrollt wird. Warme Farben wie Rot oder Orange zeigen hohe Aufmerksamkeit und häufiges Scrollen, während kalte Farben wie Blau oder Grün Bereiche mit weniger Nutzerinteraktion zeigen.

Technische Funktionsweise der Erfassung

Das Script bestimmt dabei mithilfe der Browser-APIs laufend die aktuelle Scrollposition, die Fenstergröße und damit, welche Seitelemente im sichtbaren Bereich auftauchen. Es erkennt registrierte Scrollereignisse und kann auch Zwischenstopps ermitteln, also ob Nutzer kurze Zeit auf bestimmten Positionen pausieren. Neben der reinen Scrolltiefe fließen oft weitere Parameter wie Verweildauer und Klickverhalten in die Datenerfassung ein, die helfen, die Nutzeraufmerksamkeit besser zu interpretieren. Durch die Kombination vieler Nutzerprofile entsteht letztlich ein repräsentatives Bild des typischen Nutzerverhaltens auf der Seite.

Gründe für fehlende Scroll-Daten

Trotz der grundsätzlich recht zuverlässigen Methode kann es vorkommen, dass Scroll-Daten in den Reports fehlen oder unvollständig sind. Ein häufiger Grund ist, dass das Crazy Egg Script technisch nicht korrekt auf der Seite geladen wird. Dies kann an fehlerhafter Einbindung, Konflikten mit anderen JavaScript-Bibliotheken oder an restriktiven Content Security Policies liegen, die externe Scripts blockieren. Ebenso führen Browser-Einstellungen oder Adblocker dazu, dass Tracking-Scripts gar nicht oder nur eingeschränkt ausgeführt werden. Ein weiterer Faktor ist, dass sehr kurze oder abgebrochene Sitzungen von den Algorithmen nicht als sinnvoll für die Scroll-Erfassung gewertet werden. Wenn Nutzer beispielsweise die Seite sofort wieder schließen oder nur sehr kurz verweilen, sammelt Crazy Egg keine oder nur unzureichende Scroll-Daten. Auch dynamisch nachgeladene Inhalte, sogenannte Lazy Loads oder Single Page Applications können die Scroll-Messung erschweren, falls das Script diese Änderungen nicht korrekt erkennt und verarbeitet. Dabei fehlen dann häufig Abschnitte in der Scrollmap oder sie sind verzerrt dargestellt.

Insgesamt hängt die Qualität und Vollständigkeit der Scroll-Daten also stark von der technischen Implementierung, dem Nutzerverhalten und der Art der Webseite ab. Um Fehlermeldungen oder Datenlücken zu vermeiden, ist es wichtig, das Tracking-Script korrekt und an geeigneter Stelle einzubauen, regelmäßig zu prüfen, ob das Script bei allen Nutzergruppen funktioniert und mögliche Blockaden frühzeitig zu erkennen.

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