Wie verhindere ich, dass Duplicati temporäre Dateien nach dem Backup nicht löscht?

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  1. Einführung in die temporären Dateien von Duplicati
  2. Möglichkeiten, temporäre Dateien nicht zu löschen
  3. Temporäre Dateien manuell sichern oder überwachen
  4. Fazit und Empfehlungen

Einführung in die temporären Dateien von Duplicati

Während des Backup-Vorgangs legt Duplicati temporäre Dateien an, die dazu dienen, Daten zwischenzuspeichern und die Integrität des Backups zu gewährleisten. Normalerweise löscht Duplicati diese temporären Dateien automatisch am Ende eines erfolgreichen Backup-Durchlaufs, um Speicherplatz freizugeben und Ordnung zu bewahren. Wenn Sie jedoch aus bestimmten Gründen möchten, dass diese Dateien nach dem Backup bestehen bleiben, müssen Sie bestimmte Einstellungen oder Workarounds kennen. Standardmäßig gibt es in Duplicati keine einfache Benutzeroberflächenoption, um das automatische Löschen temporärer Dateien direkt zu deaktivieren.

Möglichkeiten, temporäre Dateien nicht zu löschen

Duplicati arbeitet so, dass temporäre Dateien im Temp-Verzeichnis abgelegt werden, das sich entweder im Benutzerprofil oder an einem vom Benutzer definierten Ort befindet. Um zu verhindern, dass diese Dateien gelöscht werden, lässt sich vor allem durch Anpassung des Verhaltens der Aufräumfunktion oder über spezielle Parameter steuern, ob diese temporären Daten unmittelbar entfernt werden. Ein pragmatischer Ansatz ist, den Temp-Ordner an einen Ort zu verlegen, den Duplicati zwar zum Schreiben nutzt, der aber nicht automatisch vom Programm aufgeräumt wird. Leider ist dies nicht offiziell vorgesehen, und offizielle” Optionen direkt in der GUI fehlen.

Andererseits kann man versuchen, temporäre Dateien nach Abschluss des Backups zu behalten, indem man Duplicati in einem Debug- oder Testmodus fährt. In diesem Modus werden Dateien teilweise nicht vollständig aufgeräumt. Auch lassen sich beim Ausführen von Duplicati-Backups über die Kommandozeile bestimmte Parameter ergänzen, die das Aufräumen beeinflussen können. Ein Beispiel ist die Verwendung des Parameters --no-auto-compact=true, der die automatische Kompaktierung nach Backups verhindert, was indirekt Einfluss auf temporäre Dateien nehmen kann. Hierdurch verbleiben jedoch möglicherweise nicht alle temporären Dateien, sondern vor allem Teile der Archivierung.

Temporäre Dateien manuell sichern oder überwachen

Falls das Ziel ist, die temporären Dateien zu erhalten, um etwa Fehlerdiagnosen vorzunehmen oder manuelle Kontrollen durchzuführen, empfiehlt es sich, das Backup zunächst im Debug-Modus auszuführen und den Temp-Ordner parallel zu sichern. Alternativ kann ein Script neben dem Duplicati-Backup-Prozess laufen, das die Dateien vor der Löschung kopiert oder verschiebt. Dies ist allerdings ein manueller Eingriff, der über die Standardnutzung von Duplicati hinausgeht. Tools wie PowerShell, Bash oder ähnliche können automatisiert die Dateien aus dem temporären Verzeichnis sichern, bevor Duplicati sie löscht.

Fazit und Empfehlungen

Zusammenfassend gibt es keine einfache, standardmäßige Einstellung in Duplicati, um das automatische Löschen temporärer Dateien vollständig zu verhindern. Die temporären Dateien dienen dem Backupprozess und sollen idealerweise nicht dauerhaft bestehen bleiben, um Speicherplatz zu sparen und Konflikte zu vermeiden. Für spezielle Anwendungsfälle ist es am effektivsten, temporäre Dateien entweder aus dem Backup heraus im Debug-Modus zu speichern oder unterstützend über externe Skripte oder angepasste Befehle temporäre Dateien zu sichern. Wer jedoch dauerhaft temporäre Dateien behalten möchte, läuft Gefahr, dass der Speicherverbrauch stark ansteigt und Backups instabil werden, weshalb diese Vorgehensweise mit Vorsicht anzuwenden ist.

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