Wie stelle ich sicher, dass RustDesk im Hintergrund weiterläuft, auch nach dem Sperren des Rechners?

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  1. Grundverständnis zum Verhalten von RustDesk und Betriebssystemen
  2. Einstellungen unter Windows für dauerhaftes Hintergrundlaufen
  3. Verhalten auf macOS und Linux
  4. Wichtige Hinweise zu Sicherheit und Stabilität
  5. Zusammenfassung

Grundverständnis zum Verhalten von RustDesk und Betriebssystemen

RustDesk ist eine Fernzugriffssoftware, die in der Regel als Anwendung im Benutzerkontext ausgeführt wird. Wenn ein Rechner gesperrt wird, z.B. durch Drücken von Win + L unter Windows oder durch Sperren über das Menü auf macOS und Linux, verbleiben viele Programme im Hintergrund aktiv. Allerdings regeln Betriebssysteme teilweise unterschiedliche Laufzeit- und Energieverwaltungsrichtlinien, die das Verhalten der Anwendungen beeinflussen können.

Standardmäßig sollte RustDesk weiterlaufen, wenn der Rechner gesperrt ist, da dies keine Beendigung oder Pausierung des Prozesses bedeutet, sondern nur die Benutzersitzung sperrt. Dennoch treten häufig Probleme auf, wenn Energieeinstellungen oder Sicherheitsrichtlinien die Netzwerkverbindungen oder Hintergrundprozesse einschränken.

Einstellungen unter Windows für dauerhaftes Hintergrundlaufen

Windows tendiert dazu, im Sperrzustand den Netzwerkzugriff einzuschränken oder bestimmte Hintergrundaufgaben zu pausieren, um Energie zu sparen und die Sicherheit zu erhöhen. Um sicherzustellen, dass RustDesk im Hintergrund erreichbar bleibt, sollte man zunächst überprüfen, ob RustDesk als Dienst oder als reguläre Anwendung ausgeführt wird.

RustDesk unterstützt die Installation als Windows-Dienst. Wenn RustDesk als Dienst läuft, startet es automatisch mit Windows und bleibt auch bei gesperrtem Nutzerkonto aktiv, da Dienste vom System und nicht vom einzelnen Benutzerkontext gesteuert werden. Dies verhindert, dass die Anwendung durch das Sperren des Rechners pausiert wird.

Um RustDesk als Windows-Dienst einzurichten, kann man die mit RustDesk ausgelieferte Dienst-Installationsoption verwenden oder die rustdesk.exe mit entsprechenden Parametern als Dienst registrieren. Alternativ existieren Drittanbieter-Tools wie nssm (Non-Sucking Service Manager), um die Anwendung als Dienst zu betreiben.

Darüber hinaus müssen die Energieeinstellungen angepasst werden. Unter Energiesparoptionen sollte man für die aktive Hardware den "Netzwerk im Standbymodus" aktiviert lassen. Ebenso empfiehlt es sich, in den erweiterten Energieeinstellungen sicherzustellen, dass keine Netzwerkkarten abgeschaltet werden, wenn das Gerät im Leerlauf oder gesperrt ist.

Die Firewall- und Sicherheitssoftware muss RustDesk ebenfalls den uneingeschränkten Zugriff erlauben, damit die Fernwartung auch bei gesperrtem Bildschirm funktioniert.

Verhalten auf macOS und Linux

Auf macOS wird RustDesk in der Regel als Anwendung gestartet und bleibt üblicherweise auch nach Sperren des Rechners aktiv, solange der Mac nicht in den Ruhezustand geht. Wichtig ist hier, Systemeinstellungen anzupassen, die den Netzwerkzugang und das Energiemanagement regeln.

Unter macOS sollten im Bereich "Energie sparen" Optionen wie "Ruhezustand bei Netzstrom verhindern" aktiviert werden, damit der Mac aktiv bleibt und Netzwerkverbindungen nicht gekappt werden.

Bei Linux hängt das Verhalten stark von der Distribution und der eingesetzten Desktopumgebung ab. Im Allgemeinen sollte RustDesk weiterlaufen, solange der Rechner nicht in den Suspend- oder Standbymodus wechselt. Um das zu verhindern, kann man z.B. mit Tools wie systemd RustDesk als Dienst laufen lassen, sodass es sich vom Nutzer unabhängig im Hintergrund öffnet und läuft.

Darüber hinaus spielen Netzwerk-Manager und Energieverwaltungsdienste eine Rolle. Es ist sinnvoll, diese so zu konfigurieren, dass bei Sperrbildschirm das Netzwerk intakt bleibt und keine Prozesse wegen Inaktivität beendet werden.

Wichtige Hinweise zu Sicherheit und Stabilität

Das dauerhafte Offenhalten eines Fernwartungsprogramms wie RustDesk kann Sicherheitsrisiken bergen, insbesondere auf gemeinsam genutzten oder öffentlich zugänglichen Rechnern. Es ist entscheidend, starke Passwörter, Zwei-Faktor-Authentifizierung und aktuelle Versionen von RustDesk zu verwenden.

Außerdem sollte man die RustDesk-Logs überwachen, um frühzeitig Verbindungsabbrüche oder unerwünschte Zustände zu erkennen. Falls RustDesk trotzdem beim Sperren des Rechners beendet wird oder den Dienst einstellt, kann ein Neustart der Anwendung oder Reinstallation als Dienst helfen.

Zusammenfassung

Um RustDesk im Hintergrund zuverlässig weiterlaufen zu lassen, auch nach dem Sperren des Rechners, empfiehlt es sich, RustDesk als Systemdienst zu betreiben, die Energieeinstellungen so zu konfigurieren, dass Netzwerkzugriff und Prozessausführung erhalten bleiben, und Firewall sowie Sicherheitssoftware entsprechend freizuschalten. Je nach Betriebssystem und Umgebung müssen spezifische Anpassungen vorgenommen werden, damit die Fernwartung stabil und sicher funktioniert.

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