Wie setze ich die Umgebungsvariablen für OpenSSL auf Windows richtig?
- Einleitung
- Installation von OpenSSL
- Warum Umgebungsvariablen setzen?
- Schritte zum Setzen der Umgebungsvariablen unter Windows
- Überprüfung der Pfad-Konfiguration
- Optional: Weitere Umgebungsvariablen für OpenSSL
- Zusammenfassung
Einleitung
OpenSSL ist eine weitverbreitete Bibliothek zur Umsetzung kryptographischer Funktionen. Um OpenSSL auf Windows-Systemen komfortabel und systemweit nutzen zu können, ist es wichtig, die Umgebungsvariablen korrekt zu setzen. Dadurch wird sichergestellt, dass das Betriebssystem die OpenSSL-Befehle und Bibliotheken findet, ohne dass der Pfad explizit jedes Mal angegeben werden muss.
Installation von OpenSSL
Bevor Sie die Umgebungsvariablen konfigurieren, sollten Sie OpenSSL auf Ihrem System installiert haben. Üblicherweise laden Sie eine Windows-kompatible Version von OpenSSL von einer vertrauenswürdigen Quelle herunter, wie zum Beispiel https://slproweb.com/products/Win32OpenSSL.html. Die Installation wird meist in einen Pfad wie C:\Program Files\OpenSSL-Win64 (für 64-Bit-Systeme) durchgeführt. Merken Sie sich den Installationspfad, da er für die Umgebungsvariablen benötigt wird.
Warum Umgebungsvariablen setzen?
Damit Sie OpenSSL aus der Eingabeaufforderung oder aus Skripten heraus durch einfachen Aufruf von openssl verwenden können, muss das Verzeichnis mit der ausführbaren Datei openssl.exe in den PATH-Umgebungsvariablen eingetragen sein. Zusätzlich können weitere Variablen für Bibliotheken oder Konfigurationen gesetzt werden, die für bestimmte Anwendungen wichtig sein können, wobei das Setzen des Pfades am häufigsten erforderlich ist.
Schritte zum Setzen der Umgebungsvariablen unter Windows
Öffnen Sie zunächst die Systemeigenschaften. Dies gelingt am schnellsten, indem Sie die Windows-Taste drücken, Umgebungsvariablen eingeben und den Eintrag Umgebungsvariablen für dieses Konto bearbeiten oder Systemumgebungsvariablen bearbeiten auswählen. Im sich öffnenden Fenster klicken Sie im Bereich Systemvariablen auf Path und dann auf Bearbeiten.
Fügen Sie hier einen neuen Eintrag hinzu, der auf den Binärordner von OpenSSL zeigt – typischerweise C:\Program Files\OpenSSL-Win64\bin. Wichtig ist, dass Sie wirklich den Ordner bin angeben, weil dort die ausführbare Datei openssl.exe liegt.
Nachdem Sie den Pfad hinzugefügt haben, bestätigen Sie alle geöffneten Dialoge mit OK, sodass die Änderungen gespeichert und übernommen werden.
Überprüfung der Pfad-Konfiguration
Um zu prüfen, ob OpenSSL korrekt in den Umgebungsvariablen eingetragen ist, öffnen Sie eine neue Eingabeaufforderung (cmd) und geben Sie openssl version ein. Erscheint die installierte Versionsnummer von OpenSSL, ist alles korrekt eingerichtet. Wenn die Meldung zeigt, dass der Befehl nicht gefunden wurde, sollten Sie die vorherigen Schritte noch mal überprüfen und sicherstellen, dass die Eingabeaufforderung nach der Änderung neu gestartet wurde.
Optional: Weitere Umgebungsvariablen für OpenSSL
Manche Programme oder fortgeschrittene Nutzer setzen zusätzlich die Variable OPENSSL_CONF, um auf eine benutzerdefinierte OpenSSL-Konfigurationsdatei zu verweisen. Diese wird benutzt, wenn Sie OpenSSL mit individuellen Einstellungen betreiben möchten. Beispielsweise könnten Sie eine eigene Konfigurationsdatei unter C:\OpenSSL\openssl.cnf haben und dann eine Umgebungsvariable OPENSSL_CONF mit dem Wert C:\OpenSSL\openssl.cnf setzen.
Zusammenfassung
Das Setzen der Umgebungsvariablen für OpenSSL auf Windows besteht im Wesentlichen darin, den bin-Ordner der OpenSSL-Installation zum PATH hinzuzufügen. Damit ist der Zugriff auf die OpenSSL-Tools systemweit möglich. Weitere Variablen wie OPENSSL_CONF sind optional und abhängig vom Einsatzzweck.
