Wie lösche ich einen Virus, den Kaspersky Anti-Virus nicht automatisch entfernt?
- Vorbereitung und erste Maßnahmen
- Manuelle Entfernung und Tool-Einsatz
- Systemwiederherstellung und Reparatur
- Weitere Tipps zur Vermeidung zukünftiger Infektionen
Vorbereitung und erste Maßnahmen
Wenn Kaspersky Anti-Virus einen Virus nicht automatisch entfernt, sollte man zuerst sicherstellen, dass die Virendatenbank und die Software selbst auf dem neuesten Stand sind. Oftmals werden neue Bedrohungen erst durch regelmäßige Updates erkannt und beseitigt. Führen Sie also ein Update der Kaspersky-Software durch und starten Sie danach einen erneuten vollständigen Systemscan.
Falls der Virus weiterhin nicht entfernt wird, ist es ratsam den Computer im abgesicherten Modus (Safe Mode) zu starten. Im abgesicherten Modus werden nur die notwendigsten Treiber und Programme geladen, wodurch viele Viren und Malware nicht aktiv sind und somit leichter entfernt werden können. Um in den abgesicherten Modus zu gelangen, sollte man den Computer während des Startvorgangs mehrfach neu starten oder die entsprechende Taste (z.B. F8 bei älteren Windows-Versionen) drücken und dann den abgesicherten Modus auswählen.
Manuelle Entfernung und Tool-Einsatz
Manchmal hilft es, den Virus manuell zu entfernen. Zu diesem Zweck können Sie verdächtige Dateien oder Programme identifizieren, die vom Scan als gefährlich markiert wurden, und diese im abgesicherten Modus löschen. Seien Sie dabei sehr vorsichtig, da das Löschen falscher Dateien das System beschädigen kann. Es empfiehlt sich, vorher ein Backup wichtiger Daten zu erstellen.
Gegebenenfalls können zusätzliche spezialisierte Tools eingesetzt werden, um die Malware zu beseitigen. Programme wie Malwarebytes Anti-Malware oder der kostenlose Microsoft Safety Scanner ergänzen die Schutzfunktion von Kaspersky und können oft hartnäckige Viren erkennen und entfernen. Diese Tools sollten ebenfalls im abgesicherten Modus ausgeführt und regelmäßig aktualisiert werden.
Systemwiederherstellung und Reparatur
Wenn die manuelle Entfernung und zusätzliche Tools keinen Erfolg bringen, kann man versuchen, das System über die Systemwiederherstellung auf einen früheren Zustand zurückzusetzen, in dem der Virus noch nicht vorhanden war. Dabei bleiben persönliche Dateien oft erhalten, Programme und Updates werden jedoch auf den gewählten Zeitpunkt zurückgesetzt.
Wenn der Virus tief im System verankert ist und keine der Maßnahmen wirkt, bleibt als letzte Möglichkeit die Neuinstallation des Betriebssystems. Vorher sollten unbedingt alle wichtigen Dateien gesichert werden. Nach der Neuinstallation ist es wichtig, das System sofort mit einer aktuellen Version von Kaspersky oder einer anderen Anti-Viren-Software auszustatten und diese zu aktualisieren.
Weitere Tipps zur Vermeidung zukünftiger Infektionen
Um künftige Virusinfektionen zu vermeiden, sollte man regelmäßig alle Sicherheitsupdates für Windows und andere Software installieren und keine Dateien oder Anhänge aus unbekannten oder unsicheren Quellen öffnen. Eine Vorsicht beim Surfen im Internet sowie der Einsatz einer Firewall und aktueller Anti-Viren-Programme helfen zusätzlich, das System sicher zu halten.
