Wie kann man Kali Linux in VirtualBox installieren?

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  1. Vorbereitung: Was wird benötigt?
  2. Erstellen einer neuen virtuellen Maschine in VirtualBox
  3. Kali Linux ISO einbinden und Installation starten
  4. Festplattenpartitionierung und Benutzerkonfiguration
  5. Abschluss der Installation und erste Schritte
  6. Fazit

Die Installation von Kali Linux in Oracle VirtualBox ist eine beliebte Methode, um die Penetrationstest-Distribution sicher und flexibel auf einem vorhandenen Betriebssystem zu nutzen. In diesem Artikel erklären wir ausführlich, wie man Kali Linux in VirtualBox installiert und welche Schritte dabei zu beachten sind.

Vorbereitung: Was wird benötigt?

Für die Installation benötigt man zunächst einige wichtige Komponenten. Zunächst sollte VirtualBox auf dem Computer installiert sein. VirtualBox ist eine kostenlose Virtualisierungssoftware von Oracle, die es ermöglicht, ein weiteres Betriebssystem innerhalb des bestehenden Systems auszuführen. Außerdem benötigen Sie das ISO-Image von Kali Linux, das Sie auf der offiziellen Kali-Website herunterladen können. Achten Sie darauf, die passende Version für Ihre Systemarchitektur (meist 64-Bit) zu wählen.

Erstellen einer neuen virtuellen Maschine in VirtualBox

Nach dem Start von VirtualBox beginnt man mit der Erstellung einer neuen virtuellen Maschine (VM). Dafür klickt man auf Neu und gibt der VM einen Namen, beispielsweise Kali Linux. Als Typ wird Linux und als Version Debian (64-bit) gewählt, da Kali auf Debian basiert. Anschließend legen Sie den Arbeitsspeicher fest. Für Kali Linux sind mindestens 2 GB RAM empfehlenswert, je nach Verfügbarkeit kann auch mehr zugewiesen werden.

Im nächsten Schritt wird eine virtuelle Festplatte erstellt. Dabei empfiehlt sich eine dynamisch alloziierte Festplatte mit mindestens 20 GB Speicherplatz, um genug Platz für das Betriebssystem und eigene Daten zu gewährleisten.

Kali Linux ISO einbinden und Installation starten

Nach dem Anlegen der VM öffnen Sie deren Einstellungen und navigieren zum Bereich Speicher. Dort fügen Sie unter dem optischen Laufwerk das heruntergeladene Kali Linux ISO-Image hinzu. Speichern Sie die Einstellungen und starten die virtuelle Maschine.

Die VM bootet nun vom ISO-Image und zeigt das Kali Linux Installationsmenü an. Hier können Sie zwischen verschiedenen Installationsarten wählen, der Graphical Install ist für die meisten Nutzer empfehlenswert. Im Installationsprozess folgen Sie den Anweisungen, wie die Sprache auszuwählen, die Zeitzone festzulegen und die Tastaturbelegung einzustellen.

Festplattenpartitionierung und Benutzerkonfiguration

Im nächsten Schritt müssen Sie die Partitionierung der virtuellen Festplatte vornehmen. Für Einsteiger ist die Geführte – gesamte Platte verwenden Option sinnvoll, da sie die gesamte virtuelle Festplatte automatisch nutzt und die notwendigen Partitionen erstellt.

Danach legen Sie einen Benutzernamen und ein Passwort fest, was wichtig für die spätere Anmeldung ist. Kali Linux benötigt häufig das Root-Passwort oder administrative Rechte, daher sollte das Passwort sicher gewählt werden.

Abschluss der Installation und erste Schritte

Sobald der Installationsvorgang beendet ist, werden Sie aufgefordert, das ISO-Image auszuwerfen und die virtuelle Maschine neu zu starten. Nach dem Neustart startet Kali Linux von der virtuellen Festplatte. Anschließend kann man sich mit den zuvor eingerichteten Zugangsdaten anmelden und Kali Linux in VirtualBox uneingeschränkt nutzen.

Zusätzlich empfiehlt es sich, die Gast-Erweiterungen von VirtualBox zu installieren, um eine bessere Integration, beispielsweise Mauszeiger-Kontrolle und Bildschirmauflösung, zu erhalten.

Fazit

Die Installation von Kali Linux in VirtualBox ist ein unkomplizierter Weg, um eine sichere Testumgebung auf einem bestehenden System zu haben, ohne die Festplatte direkt zu verändern. Mit den beschriebenen Schritten kann jeder Nutzer Kali Linux effizient in einer virtuellen Maschine einrichten und sofort mit dem Arbeiten beginnen.

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