Wie kann man in VMware Fusion eine virtuelle Maschine als OVA exportieren?

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  1. Was ist eine OVA-Datei und warum ist sie nützlich?
  2. Exportieren einer VM als OVA in VMware Fusion
  3. Weitere Hinweise und Tipps

VMware Fusion ist eine weitverbreitete Virtualisierungssoftware für macOS, die es Benutzern erlaubt, virtuelle Maschinen (VMs) zu erstellen und zu verwalten. Eine häufige Anforderung besteht darin, eine VM als OVA-Datei zu exportieren, um diese auf anderen Systemen zu verwenden oder zu archivieren. OVA steht für Open Virtual Appliance und ist ein standardisiertes Format zum Verpacken und Verteilen virtueller Maschinen.

Was ist eine OVA-Datei und warum ist sie nützlich?

Eine OVA-Datei enthält eine virtuelle Maschine in einem einzigen Archivformat. Dieses Archiv beinhaltet die komplette VM-Konfiguration sowie alle zugehörigen virtuellen Festplatten. Der Vorteil des OVA-Formats liegt darin, dass es plattformübergreifend unterstützt wird und so ein einfacher Austausch zwischen verschiedenen Virtualisierungslösungen möglich ist. Beispielsweise kann eine mit VMware Fusion erstellte VM unkompliziert in VMware Workstation oder anderen hypervisor-kompatiblen Systemen importiert werden.

Exportieren einer VM als OVA in VMware Fusion

Im Gegensatz zur Windows-basierten Software VMware Workstation bietet VMware Fusion nicht immer eine direkte "Exportieren als OVA"-Funktion im Benutzerinterface. Dennoch ist es möglich, eine VM als OVA zu exportieren – entweder über den Kommandozeilen-Tool OVFTool von VMware oder durch den Export von VMX und VMDK Dateien und anschließende manuelle Erstellung einer OVA.

Das OVF Tool ist ein kostenloses Dienstprogramm von VMware, das auf der offiziellen VMware Website heruntergeladen werden kann. Mit diesem Tool können Sie auf einfache Weise VMs in das OVF/OVA-Format exportieren. Nachdem Sie OVF Tool installiert haben, öffnen Sie das Terminal auf Ihrem Mac und führen einen Befehl im Format aus:

ovftool /Pfad/zur/virtuellenMaschine.vmx /Ziel/Pfad/virtuelleMaschine.ova

Hierbei gibt der erste Pfad die Konfigurationsdatei der VM an und der zweite den Speicherort für die erzeugte OVA-Datei. OVF Tool übernimmt die Konvertierung und Komprimierung.

Weitere Hinweise und Tipps

Es empfiehlt sich, VMware Fusion vor dem Export der VM herunterzufahren oder zumindest auszuschalten, um konsistente und fehlerfreie Dateien zu gewährleisten. Außerdem sollte die virtuelle Maschine keine Snapshots besitzen, da diese manchmal die erfolgreiche Archivierung erschweren können. Falls Sie OVF Tool noch nicht kennen, finden Sie auf der VMware Webseite ausführliche Anleitungen und Downloads.

Alternativ ist es möglich, die virtuelle Maschine manuell zu sichern, indem man sämtliche relevanten Dateien (VMX, VMDK etc.) zusammenpackt. Dieses Verfahren bietet jedoch nicht die Formatvorteile des OVA und ist in der Regel nicht für den einfachen Import in andere Virtualisierungssysteme geeignet.

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