Wie kann man in Affinity Publisher zeichnen?
- Zeichenmöglichkeiten in Affinity Publisher
- Grenzen beim Zeichnen in Affinity Publisher
- Integration von Zeichnungen in Affinity Publisher
- Fazit
Affinity Publisher ist eine leistungsstarke Software zur Desktop-Publishing-Gestaltung, die sich vor allem für den Satz von Texten und die Komposition von Layouts eignet. Viele Nutzer fragen sich jedoch, ob und wie man in Affinity Publisher auch zeichnen kann und welche Möglichkeiten hierfür zur Verfügung stehen. Diese Frage ist wichtig, da Zeichnungen und Illustrationen oft integraler Bestandteil eines Layouts sind und somit direkt im Programm erstellt oder bearbeitet werden sollen.
Zeichenmöglichkeiten in Affinity Publisher
Obwohl Affinity Publisher primär für die Gestaltung und das Layout von Print- und Digitalmedien entwickelt wurde, bietet das Programm verschiedene Werkzeuge, mit denen man einfache Zeichnungen und grafische Elemente erstellen kann. Dazu gehören unter anderem Formen wie Linien, Rechtecke, Kreise oder freie Kurven, die mithilfe von Vektorwerkzeugen erzeugt werden können. Diese Vektorobjekte lassen sich präzise positionieren, skalieren und bearbeiten, was für das Layout von Vorteil ist.
Darüber hinaus verfügt Affinity Publisher über Zeichenwerkzeuge, die es ermöglichen, Pfade direkt zu zeichnen oder bestehende anpassen. Zum Beispiel kann man mit dem Zeichenstift-Werkzeug (Pen Tool) eigene Vektorpfade erzeugen und diese gestalten. Auch Freihandlinien lassen sich erzeugen, allerdings ist die Funktionalität beim Zeichnen von besonders künstlerischen oder komplexen Illustrationen eingeschränkt im Vergleich zu reinen Grafikprogrammen.
Grenzen beim Zeichnen in Affinity Publisher
Affinity Publisher ist kein klassisches Zeichen- oder Grafikprogramm wie Affinity Designer oder Adobe Illustrator. Daher sind die Zeichenfunktionen eher grundlegend. Die Software bietet keine Pinselfunktion für ausgefeilte Mal- oder Pinselstriche, wie sie in Malprogrammen üblich sind, und auch Effekte, Texturen oder komplexe Vektorillustrationen lassen sich nur bedingt erstellen.
Für aufwendige Zeichnungen oder Illustrationen empfiehlt sich die Nutzung von spezialisierten Programmen wie Affinity Designer, welches eigens für Vektorgrafiken konzipiert wurde oder Affinity Photo für Pixelgrafiken. Der Vorteil ist, dass Sie in diesen Programmen Ihre Zeichnungen erstellen und anschließend nahtlos in Affinity Publisher importieren können. So profitieren Sie von den jeweiligen Stärken der Programme.
Integration von Zeichnungen in Affinity Publisher
Ein gängiger Workflow besteht darin, Zeichnungen in Affinity Designer oder einem anderen Grafikprogramm zu erstellen und als Vektor- oder Pixeldatei zu exportieren, um sie dann in Affinity Publisher in das Layout einzufügen. Affinity Publisher unterstützt verschiedene Dateiformate wie SVG oder PDF für Vektorgrafiken sowie PNG, JPEG und TIFF für Rastergrafiken.
Das Einfügen und Bearbeiten der importierten Zeichnungen ist in Publisher möglich, allerdings sind umfangreiche Änderungen an der Zeichnung selbst eher eingeschränkt. Kleine Anpassungen wie Skalieren, Drehen oder Zuschneiden können direkt vorgenommen werden. Für größere Bearbeitungen ist das Bearbeiten im ursprünglichen Grafikprogramm sinnvoll.
Fazit
In Affinity Publisher kann man durchaus zeichnen, allerdings nur mit begrenzten Werkzeugen für einfache Vektorgrafiken und Formen. Für detaillierte oder künstlerische Zeichnungen sind spezialisierte Programme besser geeignet. Ein bewährter Workflow besteht darin, Zeichnungen extern zu erstellen und in Publisher zu importieren, um diese anschließend in professionelle Layouts zu integrieren. Affinity Publisher stellt dabei eine vielseitige Plattform zur Gestaltung von Druck- und Digitalpublikationen dar, in der einfache Zeichenwerkzeuge für graphische Erweiterungen zur Verfügung stehen.
